Serotonin und Depressionen: Fakten, Mythen und was wirklich hilft
Zusammenfassung

Wie hängen der Botenstoff Serotonin und die Krankheit Depression zusammen? Erfahre den Stand der Forschung, den besten Weg der Behandlung und wie du Serotonin in deinem Alltag unterstützen kannst.

Serotonin und Depression: Das Wichtigste kurz gefasst

  • Serotonin ist ein Botenstoff im Gehirn – ein sogenannter Neurotransmitter –, der den Schlaf, den Appetit, die Verdauung und Stimmung beeinflusst.
  • Depression ist eine Erkrankung, die sich durch eine anhaltende Niedergeschlagenheit, den Verlust an Freude, Grübeln und körperliche Symptome zeigt. Sie wird durch eine Ärztin, einen Arzt, eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten nach medizinischen Kriterien festgestellt.
  • Ein Serotoninmangel als Ursache für eine Depression ist nicht bewiesen. Die Forschung hat bislang nicht bestätigt, dass ein Mangel oder Ungleichgewicht zu Depressionen führt.
  • Als Mittel gegen Depressionen ist Serotonin nicht geeignet. Die Medizin empfiehlt eine Gesprächstherapie, bei Bedarf zusätzlich Medikamente sowie eine aktive Mithilfe im Alltag.
  • Digitale Unterstützung im Alltag bietet das Onlineprogramm deprexis. Die Digitale Gesundheitsanwendung begleitet mit hilfreichen Informationen, individuellen Dialogen und wirkungsvollen Übungen.
  • Die Einnahme von zu viel Serotonin muss vermieden werden, weil sie Unruhe, Zittern, Schwitzen und Fieber auslösen kann. Im Ernstfall spricht man vom “Serotonin-Syndrom”.

Definition von Serotonin und Stand der Forschung

Was genau ist Serotonin, was ist eine Depression und wie hängt beides zusammen?

Die wichtigsten Fragen & Antworten

Depression verstehen

Vor allem Kombinationen sind riskant. Dazu zählen SSRI- oder SNRI-Antidepressiva zusammen mit bestimmten Schmerzmitteln, Migränemitteln, Hustensäften, Drogen oder Johanniskraut.

Ein Serotonin-Syndrom entsteht, wenn zu viel Serotonin im Körper wirkt – meist nach dem Start, der Erhöhung oder der Mischung von Medikamenten, die Serotonin beeinflussen. Typisch sind Unruhe, Zittern, Schwitzen, Durchfall, Fieber und Muskelzucken. So ein Notfall gehört sofort in ärztliche Hände.

Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Stunden. Rufe bei einem Verdacht sofort den Rettungsdienst.

Quellen