9 wissenschaftlich geprüfte Fragen zur ersten Einschätzung depressiver Symptomatik.
Warum sich diese 5 Minuten für dich lohnen
- Klarheit statt Grübeln: Wissenschaftlich fundierte Einschätzung deiner mentalen Gesundheit (PHQ-9).
- Dein persönlicher Erste-Hilfe-Kasten: Passgenaue Strategien für Gefühle, Gedanken und Körper.
- Vorbereitung für professionelle Hilfe: Du erhältst ein fertiges Dokument für das nächste Gespräch mit deinen Ärzt:innen oder Therapeut:innen.
- Therapie auf Rezept: Du bekommst verständlich erklärt, wie du das zertifizierte Medizinprodukt deprexis kostenfrei auf Rezept nutzen kannst.
So läuft der Test ab
Der wissenschaftlich fundierte PHQ-9 (Patient Health Questionnaire-9) dient zur ersten Erfassung und Verlaufsbeobachtung von depressiven Symptomen. Dieser umfasst 9 Fragen – bezogen auf die Kernkriterien einer Depression in den vergangenen zwei Wochen.
✓ Beantworte 9 kurze Fragen (Dauer ca. 3-5 Minuten)
Es geht um deine letzten zwei Wochen. Es gibt keine falschen Antworten – antworte einfach so, wie es dir im Moment geht.
✓ Erhalte sofort dein Ergebnis
Du erhältst sofort deine individuelle Auswertung und Analyse. Möchtest du mehr wissen? Wir senden dir dazu eine PDF per E-Mail.
✓ Deine Daten bleiben vertraulich
Die Angaben aus dem Test werden lediglich für dich zur Auswertung genutzt und nicht an Dritte weitergegeben.
Gut zu wissen:
Dieser Test dient einer ersten Orientierung. Er ersetzt keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Diagnose, sondern hilft dir dabei, deine Symptome besser einzuordnen und die nächsten Schritte zu planen.
Wie wird der Test ausgewertet?
Sobald du auf „Jetzt starten“ klickst und alle Fragen beantwortet hast, werden deine Antworten automatisch in Echtzeit ausgewertet. Der PHQ-9 erfasst dabei gezielt die Kernsymptome einer depressiven Verstimmung in den vergangenen zwei Wochen.
Aus deinen Angaben wird eine Gesamtpunktzahl zwischen 0 und 27 ermittelt. Das Ergebnis zeigt dir direkt, ob und wie stark Anzeichen einer depressiven Phase bei dir aktuell ausgeprägt sind:
- 0–4 Punkte: Minimal bis nicht vorhanden (im unauffälligen Bereich)
- 5–9 Punkte: Leichte Symptomatik (erste Anzeichen sind spürbar)
- 10–14 Punkte: Mittelschwere Symptomatik (deutliche Belastung im Alltag)
- 15–27 Punkte: Schwere Symptomatik (starke Belastung, die zeitnah abgeklärt werden sollte)
Die Fragen erfassen unter anderem deine Stimmung, deine Antriebslosigkeit, Schlafprobleme sowie Konzentrationsstörungen.
Zusätzlich zeigt dir deine Auswertung, in welchem Bereich die Belastung gerade am höchsten ist:
- Stimmung & Erleben: Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit
- Körper & Energie: Müdigkeit, Schlaf und Appetit
- Denken & Alltag: Konzentration und innere Unruhe
Wichtiger Hinweis bei akuten Krisen
Wenn du dich aktuell in einer schweren, akuten Krise befindest, unerträgliche Belastungen spürst oder Gedanken daran hast, dir das Leben zu nehmen, ist dieser Selbsttest im ersten Schritt nicht das richtige Werkzeug für dich. Bitte hol dir in diesem Fall unverzüglich und direkt Hilfe. Du musst da nicht alleine durch.
- Rettungsdienst (Notruf): 112
- TelefonSeelsorge (kostenlos, anonym, rund um die Uhr): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
- Klinik: Die nächste psychiatrische Bereitschaftsambulanz deiner regionalen Klinik
Wissenschaftlicher Hintergrund: Was steckt hinter dem PHQ-9?
Der PHQ-9 (Patient Health Questionnaire-9) wurde Ende der 1990er-Jahre von den US-amerikanischen Mediziner:innenn und Psycholog:inneen Dr. Robert L. Spitzer, Dr. Janet W. B. Williams und Dr. Kurt Kroenke entwickelt. Ursprünglich für den Einsatz in der Primärversorgung konzipiert, hat sich der Fragebogen heute weltweit als eines der wichtigsten Instrumente zur Erfassung von Depressionssymptomen etabliert.
Die Aussagekraft des PHQ-9 wurde in zahlreichen internationalen Studien untersucht und bestätigt:
- Hohe Messgenauigkeit: Validierungsstudien (u. a. Kroenke et al., 2001) zeigen, dass der PHQ-9 Depressionen mit einer Sensitivität und Spezifität von jeweils über 88 % zuverlässig erkennen kann (ab einem Punktwert von 10).
- Medizinischer Standard: Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (DGPPN) empfiehlt den PHQ-9 explizit in den nationalen S3-Leitlinien Unipolare Depression.
Welche verwandten und alternativen Testverfahren gibt es?
Je nach Ausrichtung werden in der Praxis ergänzende oder alternative Screening-Tools eingesetzt:
- HADS (Hospital Anxiety and Depression Scale): Erfasst parallel sowohl Angst- als auch Depressionssymptome, lässt aber körperliche Beschwerden bewusst außen vor.
- BDI-II (Beck-Depressions-Inventar): Ein sehr detaillierter Fragebogen zur Schweregradbestimmung von Depressionen, der vor allem in der Psychotherapie genutzt wird.