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Über deprexis
Ob deprexis für dich geeignet ist, brauchst du nicht allein entscheiden. Die Einschätzung erfolgt gemeinsam mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer psychotherapeutischen Fachperson. Dabei werden deine Symptome, deine aktuelle Situation und mögliche Behandlungsalternativen berücksichtigt. Gemeinsam findet ihr eine Lösung, die zu dir und deinem Alltag passt.
Das Programm besteht aus bis zu zehn interaktiven Gesprächen, die wie echte Dialoge aufgebaut sind. Schritt für Schritt unterstützen die Gespräche dich dabei, nicht hilfreiche Denkmuster zu erkennen, neue Perspektiven einzunehmen, deine sozialen Fähigkeiten zu stärken und gesündere Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren.
Die Inhalte sind jederzeit zugänglich, so kannst du in deinem eigenen Tempo arbeiten, wann und wo es für dich passt. Das macht deprexis zu einer hilfreichen und flexiblen Therapie, die alleinstehend, zur Überbrückung von Wartezeiten oder als Ergänzung zu einer herkömmlichen Psychotherapie genutzt werden kann.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass deprexis Depressionssymptome spürbar reduzieren und dein allgemeines Wohlbefinden nachhaltig verbessern kann.
deprexis ist ein seit über 15 Jahren erprobtes Therapieprogramm. Die Wirksamkeit wurde in insgesamt 16 klinischen Studien nachgewiesen, womit deprexis zu den am besten und umfangreichsten untersuchten digitalen Therapien weltweit zählt.
Entwickelt wurde deprexis von der GAIA AG. Hinter dem Programm steht ein erfahrenes interdisziplinäres Team aus Ärzt:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, das die Inhalte in Zusammenarbeit mit Betroffenen konzipiert hat. Darüber hinaus wurde deprexis im Rahmen eines Review-Prozesses unter anderem von international renommierten Fachleuten mitbegutachtet.
deprexis ist ab 18 Jahren geeignet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Inhalte und Übungen zur jeweiligen Lebenssituation passen und sicher sowie sinnvoll angewendet werden können.
Depressionen und Angststörungen treten häufig gemeinsam auf. Welche Behandlung in deiner individuellen Situation sinnvoll ist, solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen.
Wenn deine depressiven Beschwerden im Vordergrund stehen, kann deprexis dich gezielt bei der Behandlung der Depression unterstützen. In klinischen Studien zeigte sich dabei nicht nur eine deutliche Reduktion depressiver Symptome, sondern auch eine signifikante Verbesserung begleitender Angstsymptome (1–2). In einer großen Studie profitierten Personen mit zusätzlicher Sozialphobie sogar besonders stark von der Behandlung der Depression mit deprexis (3).
deprexis ist regulatorisch ausschließlich zur Behandlung von Depressionen zugelassen. In den Studien wurden jedoch neben depressiven Symptomen auch weitere psychische Belastungen – darunter Angstsymptome – systematisch untersucht.
Steht eine Angststörung im Mittelpunkt, kann velibra die passendere DiGA sein. velibra ist speziell für die Behandlung der Generalisierten Angststörung, der Panikstörung (mit oder ohne Agoraphobie) sowie der Sozialen Angststörung entwickelt und zugelassen.
deprexis darf nicht angewendet werden bei einer bipolaren Störung, einer psychotischen Störung (z. B. Schizophrenie) oder bei bestehendem suizidalem Risiko. Ein suizidales Risiko liegt vor, wenn in den letzten 90 Tagen eine ernsthafte Absicht bestand, sich das Leben zu nehmen – unabhängig von einem konkreten Plan – oder wenn in den letzten 12 Monaten ein Suizidversuch unternommen wurde.
Referenzen:
(1) Beevers CG, Pearson R, Hoffman JS, Foulser AA, Shumake J, Meyer B. Effectiveness of an internet intervention (Deprexis) for depression in a united states adult sample: A parallel-group pragmatic randomized controlled trial. J Consult Clin Psychol. 2017 Apr;85(4):367-380. doi: 10.1037/ccp0000171. Epub 2017 Feb 23. PMID: 28230390. (2) Zwerenz R, Becker J, Knickenberg RJ, Siepmann M, Hagen K, Beutel ME. Online Self-Help as an Add-On to Inpatient Psychotherapy: Efficacy of a New Blended Treatment Approach. Psychother Psychosom. 2017;86(6):341-350. doi: 10.1159/000481177. Epub 2017 Nov 3. PMID: 29131090.(3) Probst T, Berger T, Meyer B, Späth C, Schröder J, Hohagen F, Moritz S, Klein JP. Social phobia moderates the outcome in the EVIDENT study: A randomized controlled trial on an Internet-based psychological intervention for mild to moderate depressive symptoms. J Consult Clin Psychol. 2020 Jan;88(1):82-89. doi: 10.1037/ccp0000441. Epub 2019 Nov 4. PMID: 31682137.
deprexis ist aktuell in 10 verschiedenen Sprachen verfügbar, um auch Patient:innen mit unterschiedlichen Sprachhintergründen zu erreichen:
- Englisch
- Deutsch
- Schwedisch
- Griechisch
- Spanisch
- Italienisch
- Französisch
- Portugiesisch (Brasilien)
- Portugiesisch (Portugal)
- Traditionelles Chinesisch (Taiwan)
Um deprexis auf deinem Smartphone nutzen zu können, brauchst du einen Internetzugang und einen aktuellen Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Edge oder Safari. Damit alles gut angezeigt wird, empfehlen wir eine Bildschirmauflösung von mindestens 320 x 568 Pixel.
Außerdem benötigst du eine E-Mail-Adresse, und wenn du möchtest, kannst du auch deine Mobilnummer für den SMS-Service angeben. Für die Audioinhalte sorgt eine Bandbreite von etwa 192 kBit/s für eine gute Qualität.
deprexis gibt es seit 2007. Das Programm wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und kommt seit über 15 Jahren als digitale Therapie bei Depressionen zum Einsatz.
Weltweit haben bereits über 275.000 Betroffene deprexis genutzt.
Wie erhalte ich deprexis?
Nein, eine ärztliche Verordnung ist nur dann erforderlich, wenn du eine Kostenerstattung durch deine Krankenversicherung erhalten möchtest. Wenn du deprexis selbst bezahlen möchtest, kannst du das auch ohne Rezept tun.
Im Detail gelten folgende Regelungen:
Gesetzlich versichert:
Wenn du in Deutschland gesetzlich versichert bist, übernimmt deine Krankenkasse die Kosten vollständig. Dafür brauchst du ein Kassenrezept von deiner Hausärztin/deinem Hausarzt, einer Fachärztin/einem Facharzt oder einer Psychotherapeutin/einem Psychotherapeuten. Mit diesem Rezept kannst du bei deiner Krankenkasse einen Freischaltcode anfordern und dich damit bei deprexis anmelden.
Privat versichert:
Auch bei einer privaten Krankenversicherung benötigst du eine Verordnung, um die Kosten erstattet zu bekommen. Am besten reichst du vorab einen Kostenvoranschlag bei deiner Krankenkasse ein. Nach der Kostenzusage, kannst du dich an diga-team@gaia-group.com wenden und deprexis anfragen. Im Anschluss sendest du die Rechnung sowie dein Rezept an deine private Krankenkasse zur Kostenerstattung.
Selbstzahlende:
Du kannst deprexis auch als Selbstzahler:in erwerben. Sende uns dafür einfach eine Anfrage per E-Mail an diga-team@gaia-group.com. Anschließend erhältst du den Freischaltcode für deprexis sowie eine Rechnung. Die Kosten für eine Lizenz von 90 Tagen betragen 297,50€ inklusive 19% Mehrwertsteuer.
Hinweis: deprexis ist eine zugelassene medizinische Anwendung zur Behandlung depressiver Beschwerden. Bitte informiere dich vor der Nutzung über das Anwendungsgebiet und mögliche Einschränkungen, um sicherzustellen, dass deprexis für dich geeignet ist.
Diagnosebestätigung:
Mit einer bestehenden Diagnose von einer qualifizierten Fachkraft kannst du dich auch direkt an deine Krankenkasse wenden und einen Freischaltcode anfordern. Den Download zur Diagnosebestätigung findest du hier.
Du kannst dein Rezept selbst bei deiner Krankenkasse einreichen. Das geht ganz klassisch per Post. Viele Krankenkassen bieten inzwischen aber auch ein Online-Portal an, über das du dein Rezept hochladen kannst. Das beschleunigt oft die Bearbeitung.
Wenn deine Ärztin oder dein Arzt dir ein E-Rezept ausstellt, frage nach einem Patientenausdruck zur Einlösung einer DiGA. In der Praxis wird dieser auch als „E-Rezept-Papiertoken“ bezeichnet. Diesen Ausdruck oder ein klassisches Rezept kannst du einfach über unseren kostenfreien Rezept-Service hochladen. Wir übernehmen dann die Einreichung bei deiner Krankenkasse. Einfach und unkompliziert.
Falls du bereits die E-Rezept-App der gematik oder die E-Rezept-App deiner Krankenkasse nutzt, kannst du dein Rezept für deprexis auch darüber einreichen.
Gesetzlich versichert:
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für deprexis vollständig, wenn du ein Kassenrezept von deiner Ärztin/deinem Arzt oder Psychotherapeutin/Psychotherapeuten erhältst.
Privat versichert:
Auch private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten häufig. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du vorab einen Kostenvoranschlag bei deiner Versicherung einreichen. Den Kostenvoranschlag kannst du hier herunterladen.
Selbstzahlung:
Wenn deine Versicherung die Kosten nicht übernimmt oder du deprexis ohne Rezept nutzen möchtest, kannst du es auch als Selbstzahler:in direkt erwerben. Die Kosten für eine Lizenz mit 90 Tagen Laufzeit betragen 297,50 € inklusive 19 % Mehrwertsteuer.
deprexis ist als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistet. Das bedeutet für dich: Wenn bei dir eine entsprechende Diagnose oder ein Verdacht vorliegt, übernehmen in der Regel alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für das Online-Therapieprogramm.
Auch viele private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für deprexis. Bitte erkundige dich vor Beginn der Nutzung direkt bei deiner privaten Krankenversicherung, ob und in welchem Umfang eine Kostenerstattung möglich ist.
Viele Betroffene sind unsicher, wie sie psychische Probleme in ihrer Arztpraxis ansprechen sollen. Diese Hinweise können dir helfen, dich auf das Gespräch vorzubereiten und deine Situation in Worte zu fassen.
Du könntest sagen:
“Mir fällt es gerade schwer, meine Beschwerden in Worte zu fassen, aber ich merke, dass es mir psychisch nicht so gut geht.”
„Ich suche aktuell nach zusätzlicher psychologischer Unterstützung.“
„Ich habe von digitalen Therapieprogrammen gehört und würde gern über deprexis sprechen.“
„Ich habe aktuell noch keinen Therapieplatz und möchte die Wartezeit sinnvoll nutzen.“
Viele Menschen fühlen sich vor solchen Gesprächen unsicher oder angespannt. Das ist völlig in Ordnung. Du darfst dir Zeit nehmen, nachfragen oder auch sagen, wenn dir etwas schwerfällt. Notiere dir am besten vor dem Gespräch bereits ein oder zwei Punkte, die dir wichtig sind. Du kannst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt offen über deine aktuelle Situation und Belastung sprechen. Die meisten Fachpersonen sind mit solchen Gesprächen bereits vertraut. Es ist ratsam, das Infoblatt über deprexis zu deinem Termin mitzubringen und gemeinsam zu besprechen.
Ja, deprexis kann grundsätzlich auch mehrfach verordnet werden. Eine Folgeverordnung wird sogar empfohlen, wenn du weiterhin von der Nutzung profitierst oder deine Behandlung fortsetzen möchtest.
Da deprexis als Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gelistet ist, übernehmen in der Regel alle gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland die Kosten für weitere Verschreibungen. Vorausgesetzt, es liegt weiterhin eine entsprechende Diagnose vor.
Eine Verordnung gilt für jeweils 90 Tage. Wenn du deprexis über diesen Zeitraum hinaus nutzen möchtest, solltest du rechtzeitig vor Ablauf ein Folgerezept in deiner Arztpraxis beantragen. Nach Ablauf des Zugangs werden alle Daten im Programm unwiderruflich gelöscht.
Wenn dir deine Ärztin, dein Arzt oder Therapeut:in ein E-Rezept für deprexis ausstellt, frage am besten nach einem Papierausdruck zur Einlösung der DiGA. In der Arztpraxis wird dieser Ausdruck oft auch „E-Rezept-Papiertoken“ oder „Patientenausdruck“ genannt.
Diesen Ausdruck kannst du ganz einfach über unseren kostenfreien Rezept-Service hochladen. Wir übernehmen anschließend die Einreichung bei deiner Krankenkasse und fordern deinen Freischaltcode für dich an. Das ist für viele der unkomplizierteste Weg.
Bitte beachte: Für einige Krankenkassen steht der Rezept-Service derzeit leider nicht zur Verfügung (AOK Nordost, AOK Nordwest, AOK Hessen, BKK firmus, BAHN-BKK und Heimat Krankenkasse).
Alternativ kannst du dein E-Rezept auch direkt über die E-Rezept App der gematik oder die E-Rezept App deiner Krankenkasse einreichen. Einige Krankenkassen unterstützen dies bereits vollständig. Alles Weitere zum Einlöseprozess von deprexis über die gematik findest du hier.
Sobald du den Freischaltcode von deiner Krankenkasse erhalten hast, kannst du ihn auf auf dieser Webseite einlösen und direkt mit deprexis starten.
Technisches & Support
Wenn du technische Fragen hast, schreib einfach eine E-Mail an unser deprexis Support-Team unter info@deprexis.de. Wir helfen dir gerne weiter und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.
- Rezept holen: Besorg dir bei deiner Ärztin/deinem Arzt oder in einer therapeutischen Praxis ein Rezept für deprexis.
- Rezept einlösen: Reiche das Rezept bei deiner Krankenkasse ein oder nutze ganz einfach den kostenfreien Rezept-Service auf der deprexis-Webseite.
- Freischaltcode erhalten: Deine Krankenkasse schickt dir daraufhin deinen persönlichen Freischaltcode zu.
- Code eingeben & Konto erstellen: Gib den Code auf der Webseite in der Registrierungsmaske ein. Folge den Anweisungen, um dein Konto anzulegen. Wichtig: Achte auf die korrekte Schreibweise deiner E-Mail-Adresse.
- Anmeldung bestätigen: Du erhältst eine Bestätigungs-E-Mail. Klicke auf den darin enthaltenen Link, um deinen Account zu aktivieren.
- Login: Sobald du den Link bestätigt hast, ist dein Zugang frei. Logge dich einfach mit deinen Nutzerdaten (E-Mail und Passwort) unter deprexis.broca.io/de/login ein.
deprexis findest du nicht im App‑Store, weil es keine klassische Smartphone‑App ist. Die Anwendung läuft als webbasiertes Programm, auf das du einfach über den Browser deines Handys, Tablets oder Computers zugreifst.
Die webbasierte Anwendung erfüllt höchste Datenschutzstandards. Da keine Installation über App-Stores nötig ist, entfallen zusätzliche Abhängigkeiten von Drittanbietern. Deine sensiblen Gesundheitsdaten werden direkt über gesicherte und zertifizierte Server-Infrastrukturen verarbeitet, was maximale Kontrolle und Sicherheit gewährleistet.
Wandle den 16- stelligen Code, den du von deiner Krankenkasse erhalten hast, einmalig in deinen persönlichen Zugangsschlüssel um, um ihn freizuschalten.
Code einlösen: https://deprexis.com/de-de/aktivieren
Deinen Zugangsschlüssel (die Kombi aus Buchstaben und Zahlen) brauchst du nur ein einziges Mal für deine Registrierung. Später meldest du dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse und dem Passwort an, die du bei der Anmeldung festgelegt hast.
Achte bei der Anmeldung darauf, dass du deine Daten korrekt eingibst (Groß- und Kleinschreibung beim Passwort beachten). Falls du dein Passwort vergessen hast, kannst du es über die Funktion „Passwort anfordern“ zurücksetzen.
Um die Registrierung abzuschließen, ist es wichtig, den Link in der Bestätigungs-E-Mail zu klicken. Bitte beachte, dass dieser nach einiger Zeit abläuft. Hier kannst du dir den Link erneut zusenden lassen: https://deprexis.broca.io/de-DE/confirmation/email/request.
Solltest du weiterhin Probleme bei der Registrierung oder Anmeldung haben, wende dich gerne an den Support: info@deprexis.de.
Kein Problem! Wenn du dein Passwort vergessen hast, kannst du es hier erneuern:
Um Feedback zu geben oder Beschwerden einzureichen, nutze unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf dein Feedback.
Wenn du Fragen zu den Inhalten von deprexis hast, kontaktiere gerne unseren Support über das Kontaktformular.
Therapie & Wirkung
deprexis ist ein umfassendes, interaktives Therapieprogramm, das eine Vielzahl von Übungen und Inhalten für Betroffene mit Depression bietet. Hier ist eine Übersicht für dich:
- Verhaltensaktivierung
- Erläuterung des Zusammenhangs zwischen aufbauenden und verstärkenden Aktivitäten und Depression.
- Vorstellung des Konzepts der psychologischen Grundbedürfnisse (z.B. Kompetenz, Autonomie, soziale Eingebundenheit).
- Kognitive Umstrukturierung
- Erläuterung zum Umgang mit depressionsfördernden automatischen Gedanken und kognitiven Verzerrungen (z.B. Katastrophisieren, emotionale Beweisführung).
- Erläuterung zum Umgang mit depressionsfördernden automatischen Gedanken und kognitiven Verzerrungen (z.B. Katastrophisieren, emotionale Beweisführung).
- Entspannung, körperliche Aktivität und Lebensstiländerungen
- Vorstellung verschiedener Entspannungstechniken zum Umgang mit Stress (z.B. Atemübungen, meditative Visualisierungsübungen, progressive Muskelentspannung).
- Bedeutung von Lebensstiländerungen (z.B. gesunde Ernährung, körperliche Aktivität) für das psychische Wohlbefinden.
- Akzeptanz und Achtsamkeit
- Erläuterung der Schwierigkeiten, unerwünschte Gedanken und Gefühle kontrollieren oder unterdrücken zu wollen.
- Vorstellung der Möglichkeit, derartige Gedanken und Gefühle zu akzeptieren und mit ihnen umgehen zu lernen.
- Problemlösung
- Erläuterung, wie man mit Problemen strukturiert umgehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen kann.
- Erläuterung, wie man mit Problemen strukturiert umgehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen kann.
- Erfahrungen aus der Kindheit
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung des Zusammenhangs früher Lernerfahrungen mit dem späteren Auftreten einer Depression.
- Erläuterung zum Umgang mit früheren problematischen Erfahrungen in der Kindheit.
- Zwischenmenschliche Fähigkeiten
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem eigenen Verhalten gegenüber anderen Menschen und der Depression.
- Vorstellung, wie man positiv mit anderen Menschen kommunizieren kann und welche Auswirkungen dies auf die Stimmung haben kann.
- Positive Psychologie
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Erläuterung der Kernelemente positiver Psychologie (z.B. Ressourcenaktivierung).
- Fokussierung auf persönliche Stärken und Talente.
- Traumarbeit (optional)
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung vom Umgang mit Träumen als Ansatz für Problemlösungen im Alltag.
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung vom Umgang mit Träumen als Ansatz für Problemlösungen im Alltag.
- Zusammenfassung der wichtigsten Schlüsselprinzipien und Techniken
- Zusammenfassung der wichtigsten Prinzipien und Techniken aus den vorherigen Punkten.
Vorab: Es gibt keine perfekte Nutzung von deprexis. Versuche, das Therapieprogramm so natürlich wie möglich in deinen Alltag einzubinden und achte darauf, dass sich die Nutzung stets gut für dich anfühlt. Viele Nutzende haben davon profitiert, wenn sie sich regelmäßig kleine Zeitfenster einplanen und Inhalte in Ruhe bearbeiten.
Hilfreich kann sein:
Ein fester, ruhiger Ort: Eine Routine macht dir die Nutzung von deprexis einfacher. Zum Beispiel jeden Mittwoch- und Freitagabend auf dem Sofa mit einer Tasse Tee.
Regelmäßige Einheiten: Wir empfehlen 1-2 Mal pro Woche mindestens eine halbe Stunde im Programm zu verbringen.
Verknüpfe deprexis mit Bestehendem: Zum Beispiel nach dem Frühstück oder abends vor dem Zähneputzen. Bestehende Routinen erleichtern das Dranbleiben.
Offenheit gegenüber den Übungen: Versuche, dich unvoreingenommen und ohne Leistungsdruck auf die Übungen und Inhalte einzulassen.
Ein “Therapietagebuch”: Schreibe die für dich besonders wichtigen Impulse aus deprexis in ein nur dafür angelegtes Notizheft.
Nutze Erinnerungen bewusst: Kalendereinträge oder Erinnerungen können eine freundliche Einladung an dich selbst sein, dir etwas Gutes zu tun.
Erlaube dir Pausen: Es ist in Ordnung, Gespräche mal zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen.
Nicht alles sofort verstehen müssen: Manche Inhalte wirken erst später nach. Du musst nicht bei jeder Übung sofort etwas spüren.
Hole dir Unterstützung: Wenn dich Inhalte belasten oder Fragen aufwerfen, darfst du mit einer Fachkraft oder vertrauten Person darüber sprechen.
Deine Ärztin/dein Arzt oder deine Psychotherapeutin/dein Psychotherapeut kann deine Angaben aus deprexis nicht automatisch einsehen. Wenn du möchtest, kannst du sie aber jederzeit selbst über deine Nutzung und Fortschritte informieren, so behält dein Behandlungsteam den Überblick und kann dich noch gezielter unterstützen.
deprexis kannst du sowohl allein nutzen als auch begleitend zu anderen Therapieformen einsetzen. Wir möchten dich aber darauf hinweisen, dass deprexis nicht dazu gedacht ist, eine Behandlung durch Ärzt:innen oder Therapeut:innen zu ersetzen und auch keine Grundlage für diagnostische oder therapeutische Entscheidungen bietet. Änderungen an bestehenden Medikamenten oder Behandlungen solltest du immer nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin/deinem Arzt oder deiner Psychotherapeutin/deinem Psychotherapeuten vornehmen.
Wenn du dich in einer Krise befindest oder sich dein Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert, wende dich bitte sofort an deine behandelnde Ärztin/deinen behandelnden Arzt oder deine Psychotherapeutin/deinen Psychotherapeuten. Alternativ kannst du in Deutschland auch folgende Notrufnummern nutzen:
- Notruf allgemein / Rettungsdienst: 112
- Polizei: 110
- Seelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Bitte beachte: deprexis ist nicht für Notfälle gedacht. Es ist eine digitale Therapie zur Selbsthilfe und ersetzt keine akute Betreuung durch medizinisches Fachpersonal. Wenn es dringend ist, zögere nicht, sofort professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – du bist damit nicht allein.
deprexis bietet dir verschiedene Tools, um deinen therapeutischen Fortschritt im Blick zu behalten. Dazu gehören tägliche Stimmungschecks und der sogenannte PHQ-9-Fragebogen, den du alle 14 Tage ausfüllen kannst, um den Verlauf deiner Depression zu verfolgen. Aus diesen Tests und Stimmungschecks erstellt deprexis regelmäßige Berichte, die deine Aktivitäten und Fortschritte zusammenfassen. Auf freiwilliger Basis kannst du diese Berichte auch mit deiner Therapeutin/deinem Therapeuten oder deiner Ärztin/deinem Arzt besprechen.
Die interaktiven Übungen und die Gespräche geben dir außerdem kontinuierliches Feedback und helfen dir dabei, deine Ziele zu erreichen und deinen Fortschritt zu reflektieren.
deprexis ist nicht für bestimmte schwere psychische Erkrankungen geeignet. Dazu gehören zum Beispiel Schizophrenie, schizoaffektive Störungen oder akute psychotische Episoden.
Auch bei bipolaren Erkrankungen (mit starken Wechseln zwischen depressiven und manischen Phasen) sowie bei akuten suizidalen Krisen oder anderen schweren Stimmungssymptomen sollte deprexis nicht eingesetzt werden.
Ja, wenn deprexis zusätzlich zu einer klassischen Psychotherapie genutzt wird, kann sich die Behandlung deutlich verbessern.
Studien zeigen: Menschen, die deprexis begleitend zur Therapie verwendet haben, hatten mehr als doppelt so starke Verbesserungen ihrer depressiven Beschwerden wie Personen, die eine klassische Psychotherapie ohne deprexis hatten.
Berger T, Krieger T, Sude K, Meyer B, Maercker A. Evaluating an e-mental health program („deprexis“) as adjunctive treatment tool in psychotherapy for depression: Results of a pragmatic randomized controlled trial. J Affect Disord. 2018;227:455‐462.
Nutzung im Alltag
Die empfohlene Nutzungsdauer für deprexis liegt bei 180 Tagen, damit die Therapie ihre Wirkung entfalten und die Effekte stabil bleiben können. Eine Verordnung gilt zunächst für 90 Tage. Daher ist rechtzeitiges Handeln wichtig: Vor Ablauf sollte mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt oder der therapeutischen Fachkraft über ein Folgerezept gesprochen werden.
Die Daten werden sonst nach den ersten 90 Tagen unwiderruflich gelöscht. Mit einem Folgerezept wird ein nahtloser Übergang ermöglicht, die bisherigen Fortschritte werden gefestigt und die bisherigen Daten bleiben gesichert. Alternativ kann deprexis auch als Selbstzahlerin/Selbstzahler weiterhin genutzt werden, um die Daten zu behalten.
deprexis ist ein onlinebasiertes Therapieprogramm, für das du einen Internetzugang und ein geeignetes Endgerät wie ein Handy, Tablet oder einen Computer brauchst. Leider gibt es keine Offline-Funktionen, sodass du ohne Internetzugang nicht auf deprexis zugreifen kannst.
Wenn du keinen eigenen Internetzugang hast, gibt es aber Möglichkeiten, trotzdem auf deprexis zuzugreifen. Viele Bibliotheken bieten zum Beispiel Computer mit Internet an. Such dir einfach einen Ort, an dem du ungestört arbeiten kannst. Alles, was du brauchst, sind deine Login-Daten, um dich bei deprexis anzumelden. Die Anwendung ist sehr intuitiv und einfach aufgebaut, sodass jeder, der Texte lesen kann, deprexis problemlos nutzen kann.
Wenn du einmal Unterstützung brauchst, steht dir auch unser technischer Support zur Verfügung. Du erreichst ihn über das Kontaktformular auf der Webseite oder per E-Mail an info@deprexis.de.
Ja, du kannst deprexis jederzeit pausieren oder abbrechen. Das Programm lässt sich später genau an der Stelle fortsetzen, an der du aufgehört hast. Dein Fortschritt wird gespeichert. Beachte dabei, dass die maximale Nutzungsdauer einer Verordnung 90 Tage beträgt.
Um deprexis länger als 90 Tage hinaus nutzen zu können, wird ein Folgerezept benötigt. Dieses kann bei der behandelnden Ärztin/ behandelnden Arzt oder der Therapeutin/ Therapeuten angefragt werden. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Verordnung über die Krankenkasse zu beantragen und dort einen weiteren Freischaltcode für deprexis anzufordern. Sobald ein neuer Code vorliegt, kann er wie gewohnt auf der deprexis-Website eingelöst werden. Der Zugang verlängert sich dann um weitere 90 Tage.
Es wird empfohlen, den neuen Freischaltcode vor Ablauf des aktuellen Zugangs einzulösen, damit die Verlängerung reibungslos funktioniert. Die verbleibende Laufzeit des Accounts kann in den Nutzungseinstellungen eingesehen werden.
Wichtig dabei zu wissen ist, dass gesetzlich vorgeschrieben ist, dass personenbezogene Daten nach 90 Tagen unwiderruflich gelöscht werden. Ist der Zugang bereits abgelaufen, besteht kein Zugriff mehr auf die Angaben und persönlichen Daten in deprexis. Sollten ein paar Tage Aufschub benötigt werden, kann der Support unter info@deprexis.de kontaktiert werden.
Datenschutz bei deprexis
Du kannst deprexis auch anonym verwenden, indem du bei der Registrierung eine E-Mail-Adresse und eine Anrede auswählen, die keine Rückschlüsse auf deine Identität zulassen (die zum Beispiel nicht deinen echten Namen enthält). Kostenlose E-Mail-Konten kannst du z.B. bei GMX, Hotmail oder Gmail einrichten.
Darüber hinaus nehmen wir den Schutz deiner personenbezogenen Daten, z.B. deine E-Mail-Adresse, sehr ernst und verwenden diese nur, um eine Nutzung von deprexis zu ermöglichen. Deine personenbezogenen Daten werden weder an Dritte weitergegeben noch für werbliche Zwecke verwendet. Die Speicherung erfolgt nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) in den Vereinigten Staaten. Persönliche Daten werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung erfolgt nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Daten werden auf sicheren Servern in Deutschland gelagert.
Nach Ende der Programmnutzung (Nutzungszeitraum 90 Tage) werden alle personenbezogenen Daten automatisch und unverzüglich gelöscht.
Du kannst deine Mobilnummer optional für den SMS-Service angeben. So erhältst du auf Wunsch tägliche Erinnerungen oder kleine Impulse wie Tipps und Übungen, die dir helfen, deprexis leichter in deinen Alltag einzubauen und motiviert zu bleiben.
Ja, es ist möglich, deine deprexis-Daten zu exportieren. In deprexis findest du unter dem Menüpunkt "Persönliche Daten" eine Übersicht über deine bearbeiteten Gespräche und den Verlauf deiner Selbsteinschätzung. Diese Daten können über den Button "PDF erstellen" exportiert und mit Dritten, wenn gewünscht, geteilt werden.
Magazin
Depression verstehen
Die 5 Phasen der Depression ist ein hilfreiches Modell, um den Verlauf einer depressiven Erkrankung besser zu verstehen. Zu den Phasen gehören negative Gedankenmuster, Appetitveränderungen, Schlafstörungen, Selbstbeschuldigungen und schließlich mögliche Suizidgedanken in einer akuten Krise. Nicht jede Person durchläuft alle Phasen in gleicher Reihenfolge oder Intensität, doch sie geben Orientierung über den Verlauf einer Depression und zeigen typische Warnsignale.
Mit negativen Gedankenmustern kannst du umgehen, indem du diese hinterfragst und du dir einen Realitätscheck durch Gespräche mit vertrauten Menschen holst. Alternativ kann es helfen, wenn du deine Gedanken aufschreibst oder Achtsamkeitsübungen durchführst.
Bei Appetitveränderungen hilft es, feste Mahlzeiten einzuplanen, leichte Bewegung in den Alltag einzubauen und bei anhaltenden Problemen ärztlichen Rat einzuholen. Versuche, anderweitige Bewältigungsstrategien zu finden als das “Stressessen”.
Schlafstörungen kannst du vorbeugen, indem du eine regelmäßige Schlafroutine etablierst, Bildschirmpausen einhältst, abendliche Entspannungsrituale pflegst und tagsüber für ausreichend Bewegung und Tageslicht sorgst.
In der Phase der Selbstbeschuldigung ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass eine Depression die Wahrnehmung verzerrt. Du bist nicht an allem schuld. Übe Selbstmitgefühl, halte kleine Erfolge fest und suche dir Unterstützung bei Freund:innen, der Familie oder Fachkräften.
Bei Suizidgedanken ist es entscheidend, nicht allein zu bleiben. In Deutschland erreichst du die TelefonSeelsorge anonym und kostenlos unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie online über telefonseelsorge.de. Bei akuter Gefahr wähle den Notruf 112 oder wende dich an die nächste Notaufnahme. Auch vertraute Menschen oder Therapeuten können dir in dieser Situation helfen.
Ja, das Risiko steigt erheblich. Studien zeigen, dass anhaltende Schlafstörungen nicht nur ein Symptom sind, sondern auch ein Faktor sein können, der zu einer Depression beiträgt. Anhaltende Schlafstörungen stören dein emotionales Gleichgewicht, erhöhen deinen Stresspegel und machen dich anfälliger für die Herausforderungen des Alltags. Dies erhöht das Risiko, dass depressive Symptome auftreten oder sich verschlimmern.
Ja, häufiges Aufwachen in der Nacht oder sehr frühes Aufwachen am Morgen gehören zu den typischen Schlafstörungen bei Depressionen. Studien zeigen, dass die Schlafphasen bei depressiven Menschen verschoben sind. Der tiefe, erholsame Schlaf ist verkürzt, während der REM-Schlaf früher einsetzt und häufiger auftritt. Dies führt dazu, dass selbst ein scheinbar ausreichender Schlaf als wenig erholsam empfunden wird.
Achte auf feste Schlaf- und Aufstehzeiten. Auch am Wochenende. Eine ruhige Abendroutine kann dir dabei helfen, dich zu entspannen. Versuche, abends ein paar Seiten zu lesen, leise Musik zu hören oder sanfte Dehnübungen zu machen. Übermäßiges Grübeln stellt ein häufiges Problem bei Depressionen dar. Schreibe deine Sorgen und Gedanken bewusst im Laufe des Tages auf, damit sie nachts nicht kreisen. Außerdem hilft dir eine klare Tagesstruktur und leichte Bewegung dabei, abends besser zu schlafen. Regelmäßige Aktivität steigert deinen Schlafdruck und stabilisiert deine Stimmung.
Depressionen entstehen in der Regel durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählen genetische Veranlagung, biologische Veränderungen im Gehirn, psychosoziale Belastungen und Umwelteinflüsse. Auch chronische Krankheiten, Stress, traumatische Erfahrungen in der Kindheit oder belastende Lebensereignisse können das Risiko erhöhen. Die genaue Ursache ist bei jedem Menschen individuell.
Eine Depression kann durch belastende Ereignisse oder plötzliche Veränderungen im Leben ausgelöst werden, selbst wenn vorher keine Anzeichen bestanden. Beispiele sind der Verlust eines geliebten Menschen, Trennung oder Scheidung, Arbeitslosigkeit oder finanzielle Probleme. Menschen mit einer erhöhten seelischen Verletzlichkeit reagieren auf solche Situationen oft sensibler, sodass sich depressive Symptome schneller entwickeln.
Ja, Umweltfaktoren können depressive Symptome verstärken oder auslösen. Dazu zählen zum Beispiel Sonnenlichtmangel im Winter, hohe Temperaturen, Lärm, Luftverschmutzung, das Leben in Großstädten oder belastende Ereignisse aus der Welt. Auch soziale Einflüsse wie Isolation, Konflikte oder fehlende Unterstützung im Umfeld wirken sich negativ auf die psychische Gesundheit aus.
Formen einer Depression
Eine Wochenbettdepression ist eine depressive Erkrankung, die nach der Geburt auftreten kann. Sie äußert sich durch anhaltende Traurigkeit, innere Leere, Erschöpfung, Schuldgefühle, Angst, Reizbarkeit, Rückzug oder sogar Zwangsgedanken gegenüber dem Baby. Anders als der kurzzeitige „Baby Blues“ dauert sie länger und verschwindet meist nicht von selbst.
Die Ursachen sind meist vielschichtig. Hormonelle Veränderungen nach der Geburt, Schlafmangel, körperliche Erschöpfung und emotionale Überforderung spielen eine Rolle. Auch psychische Vorerkrankungen, fehlende Unterstützung im Alltag oder hohe gesellschaftliche Erwartungen können das Risiko erhöhen.
Frühzeitige Unterstützung ist entscheidend. Sie kann aus psychotherapeutischen Gesprächen, gegebenenfalls medikamentöser Behandlung, praktischer Hilfe im Alltag oder dem Austausch in Selbsthilfegruppen bestehen.
Eine Depression kann aus verschiedenen Gründen immer wiederkehren. Häufig spielen genetische Veranlagung, neurobiologische Ungleichgewichte im Gehirn sowie belastende Lebenssituationen eine Rolle. Stress, Schlafmangel, Überforderung oder fehlende Unterstützung im Alltag können depressive Episoden zusätzlich begünstigen.
Rückfälle lassen sich durch gezielte Strategien reduzieren. Dazu gehören regelmäßige Therapie, eine stabile Tagesstruktur, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und körperliche Bewegung. Stressbewältigung, Achtsamkeitsübungen oder Entspannungstechniken helfen ebenfalls, die Symptome frühzeitig zu erkennen. Wer Warnsignale wahrnimmt und rechtzeitig reagiert, kann die Intensität einer erneuten Episode oft deutlich abmildern.
Bei einer rezidivierenden Depression kann eine Kombination aus professioneller Unterstützung, Selbstfürsorge und stabilisierenden Routinen helfen. Psychotherapie oder medikamentöse Behandlung können die Symptome kontrollieren.
Die hochfunktionale Depression unterscheidet sich vor allem durch ihr äußeres Erscheinungsbild von einer klassischen Depression. Während klassische Depressionen häufig durch Antriebslosigkeit, Rückzug, Interessenverlust und deutlich sichtbare Stimmungseinbrüche auffallen, wirken Menschen mit hochfunktionaler Depression nach außen stabil. Sie gehen zur Arbeit, treffen Freund:innen, treiben Sport und scheinen leistungsfähig. Diese Fassade des Funktionierens kann über Jahre aufrechterhalten werden, was die Diagnose und Behandlung erschwert.
Symptome einer hochfunktionalen Depression sind oft subtil und werden leicht übersehen. Typisch sind:
- Tiefe innere Erschöpfung trotz äußerer Aktivität
- Übermäßige Selbstkritik und Perfektionismus
- Ständiges Grübeln und Sorgen über die eigene Leistung oder Wirkung auf andere
- Reizbarkeit, innere Anspannung oder unerklärliche Wut
- Schlafprobleme, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden
Betroffene neigen dazu, ihre Gefühle zu kontrollieren, Hilfe zu vermeiden und sich über Arbeit, Social Media oder Sport abzulenken. Die Symptome sind daher oft für das Umfeld kaum sichtbar.
Die Behandlung einer hochfunktionalen Depression erfolgt meist durch eine Kombination aus professioneller psychotherapeutischer Unterstützung, Selbstfürsorge und gegebenenfalls medikamentöser Stabilisierung. Frühzeitige Hilfe ist entscheidend, weil die hochfunktionale Depression oft lange verborgen bleibt und Betroffene unter großem inneren Druck leiden. Es ist wichtig, auch verborgene Formen einer Depression sichtbar zu machen.
PMDS ist die schwerwiegendere Form des prämenstruellen Syndroms. Die Symptome sind intensiver, können den Alltag deutlich einschränken und führen häufig zu starker psychischer Belastung, ähnlich wie eine Depression vor der Periode. PMS ist meist leichter und gut handhabbar, während PMDS oft eine medizinische oder therapeutische Behandlung erfordern.
Im Gegensatz zu einer klassischen Depression ist PMDS zyklusabhängig. Die Beschwerden treten typischerweise 1–2 Wochen vor der Periode auf und klingen nach Beginn der Menstruation ab. Eine Depression hingegen hält länger an und beeinflusst alle Lebensbereiche kontinuierlich.
PMDS kann mit einer Kombination aus medizinischer Behandlung (z. B. Antidepressiva oder Hormontherapie), psychologischer Unterstützung (z. B. kognitive Verhaltenstherapie, Stressmanagement) und Selbstfürsorge (gesunde Ernährung, Bewegung, Zyklus-Tagebuch) behandelt werden.
Behandlung & Therapie
In einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit einer Depression treffen sich Betroffene, um sich offen über ihre Erfahrungen, Gefühle und Bewältigungsstrategien auszutauschen. Es geht nicht um Therapie, sondern um gegenseitige Unterstützung, Verständnis und Motivation.
Nein, eine Selbsthilfegruppe für Depressionen ersetzt keine professionelle Behandlung. Sie ergänzt sie jedoch sinnvoll, indem sie emotionale Stabilität, Zugehörigkeit, neue Perspektiven und Tagesstruktur vermittelt.
Selbsthilfegruppen findest du über die NAKOS-Datenbank, die Deutsche Depressionsliga, lokale Gesundheitsämter oder Online-Plattformen. Viele Gruppen bieten inzwischen auch digitale Treffen an, um den Einstieg zu erleichtern.
Selbsthilfe & Strategien
Ein überreiztes Nervensystem zeigt sich oft durch innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten. Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft „unter Strom“, können schlecht abschalten und reagieren empfindlich auf Geräusche oder Stress. Auch körperliche Symptome wie Verspannungen, Magenbeschwerden oder Herzklopfen sind häufig. Wenn diese Anzeichen über Wochen anhalten, ist das ein Hinweis darauf, dass der Sympathikus zu aktiv ist und dein Körper zu wenig Erholung bekommt.
Das vegetative Nervensystem lässt sich mit gezielten Techniken regulieren, die den Parasympathikus aktivieren – also jenen Teil, der für Entspannung zuständig ist. Dazu gehören regelmäßige Atemübungen, sanfte Bewegung, Achtsamkeit und ausreichender Schlaf. Auch soziale Nähe, Naturerlebnisse und Selbstfürsorge wirken ausgleichend. Wenn du dein Nervensystem beruhigen möchtest, sind kleine, aber regelmäßige Schritte entscheidend. So lernt dein Körper langfristig, schneller zur Ruhe zu finden.
Wenn du das Gefühl hast, dauerhaft angespannt oder erschöpft zu sein, kann professionelle Unterstützung helfen. Therapeutische Ansätze – etwa kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeitstraining oder digitale Programme wie deprexis – können dich dabei unterstützen, Stressreaktionen zu verstehen und dein Nervensystem zu regulieren. Auch der Aufbau gesunder Routinen, regelmäßige Pausen und bewusste Entschleunigung sind wichtige Bausteine, um überreizte Nerven zu beruhigen.