So hängen Depression und Schlaf zusammen – Ein Teufelskreis
Zusammenfassung

Viele Menschen mit Depression kennen das Problem: Sie finden nachts keinen erholsamen Schlaf, liegen lange wach oder wachen immer wieder auf. Gleichzeitig verstärkt die anhaltende Müdigkeit tagsüber die Antriebslosigkeit. Schlafstörungen gehören zu den häufigsten Begleitsymptomen einer Depression und können den Verlauf der Erkrankung erheblich verschlechtern. Doch wie hängen Depression und schlechter Schlaf zusammen und welche Möglichkeiten gibt es, den Teufelskreis zu durchbrechen?

Wie hängen eine Depression und Schlafprobleme zusammen?

Schlafstörungen treten bei Depressionen in verschiedenen Formen auf. Einschlafprobleme, Durchschlafstörungen oder ein zu frühes Erwachen am Morgen. In manchen Fällen ist die Schlafproblematik so stark, dass zusätzlich eine eigenständige Schlafstörung, auch Insomnie genannt, diagnostiziert wird. Die nächtlichen Beschwerden lassen sich auch auf körperlicher Ebene nachvollziehen. Bei Menschen mit Depressionen ist die Abfolge der Schlafphasen oft verändert. Die Übergänge zwischen den Schlafstadien verlaufen unregelmässig, der erholsame Tiefschlaf ist verkürzt und der REM-Schlaf, also der Traumschlaf, tritt häufig früher ein. Dies erklärt, warum Betroffene ihren Schlaf trotz ausreichender Schlafdauer oft als wenig erholsam empfinden und sich am nächsten Tag noch erschöpfter fühlen.

Umgekehrt kann ein dauerhaft gestörter Schlaf das Risiko erhöhen, eine Depression zu entwickeln. Müdigkeit ist daher nicht nur eine Folge, sondern oft auch ein Mitverursacher der Erkrankung. Die Behandlung wird individuell angepasst, je nachdem, ob die depressive Symptomatik oder die Schlafprobleme im Vordergrund stehen.

Wer war zuerst da? Schlaflose Nächte oder depressive Gedanken?

Der Teufelskreis zwischen einer Depression und einer Schlafstörung entsteht, weil die Verbindung in beide Richtungen funktioniert. Je schlechter der Schlaf, desto schwerer die depressive Symptomatik und je stärker die Depression, desto weniger erholsam der Schlaf. Häufig liegt der Ursprung weit zurück und beide Faktoren entwickeln sich im ständigen Wechselspiel weiter.

Wie äussern sich diese Wechselwirkungen?

  • Stress und Cortisol: Menschen mit einer Depression zeigen oft erhöhte Stresshormon-Werte, was das nächtliche Abschalten erschwert und die Schlafqualität senkt.
  • Ruhige Stunden geben Raum für laute Gedanken: Gerade beim Versuch einzuschlafen, drängen belastende Gedanken in den Vordergrund. Grübelschleifen verstärken Angst vor der nächsten Nacht und das Einschlafen wird immer schwieriger.
  • Tagesmüdigkeit verstärkt depressive Symptome: Schlafmangel führt zu Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen, Antriebslosigkeit und sozialem Rückzug. Alles Symptome, die den Kern einer Depression berühren.
  • Weniger Aktivitäten führen zu weniger Schlafdruck: Müdigkeit am Tag verringert häufig das Bedürfnis nach Hobbys, Sport oder Zeit mit Freund:innen. Es können weniger positive Erlebnisse entstehen, was die Stimmung zusätzlich drückt. Das wiederum führt dazu, dass sich der Schlafdruck am Abend senkt.

Den Teufelskreis aus Depression und Schlafstörung durchbrechen

Um den Teufelskreis aus Depression und Schlafstörung zu durchbrechen, ist es entscheidend, beide Probleme anzugehen. Wird nur die Depression behandelt, ohne auf die nächtliche Ruhe zu achten, bleiben Betroffene oft erschöpft und die Symptome kehren leichter zurück. Umgekehrt reicht es selten aus, lediglich den Schlaf zu verbessern, wenn die zugrunde liegende Depression unbeachtet bleibt. Hilfreich ist daher eine Kombination aus psychotherapeutischen Verfahren, gegebenenfalls medikamentöser Unterstützung und einer gezielten Verbesserung der Schlafhygiene. Dazu zählen feste Schlafenszeiten, eine ruhige Schlafumgebung sowie abendliche Routinen, die Körper und Geist auf Erholung vorbereiten. Auch eine Tagesstruktur und regelmässige Bewegung spielen eine wichtige Rolle, da sie den Schlafdruck erhöhen und die Stimmung stabilisieren können. Mit einem ganzheitlichen Ansatz ist es möglich, die gegenseitige Verstärkung von Depressionen und Schlafproblemen zu unterbrechen und langfristig neue Energie und Lebensqualität zu gewinnen.

Darüber hinaus empfehlen wir dir 3 kurze Übungen, die bei gleichzeitig auftretenden Depressionen und Schlafproblemen hilfreich sein können:

  • Führe eine Problemsprechstunde ein: Lege einen festen, früheren Zeitpunkt am Tag fest, zu dem Grübeleien bewusst zugelassen werden dürfen. Notiere deine Gedanken in einem Notizheft. Falls Grübeleien abends im Bett wieder auftauchen, kannst du diese in deine Problemsprechstunde verlagern und dort aktiv angehen.
  • Nutze Kraftgeber im Alltag: Identifiziere Aktivitäten, die dir gut tun, wie kurze Spaziergänge oder das Hören eines Hörbuches am Abend. Das fördert deine Stimmung und steigert deinen natürlichen Schlafdruck.
  • Führe ein Dankbarkeitstagebuch: Notiere dir jeden Abend bewusst positive oder schöne Momente des Tages, auch kleine. Diese Praxis kann Stress reduzieren und abendliche Grübeleien abschwächen.

Dankbarkeit üben

Mit diesen drei einfachen Fragen übst du Dankbarkeit und verschiebst Schritt für Schritt deinen Fokus auf das Positive am Tag. Versuche, diese kurze Übung regelmässig durchzuführen und schau, wie sich dein Blick allmählich verändert.

  1. Was habe ich heute gut gemacht?
    • Das können auch ganz kleine Dinge sein, wie am Morgen duschen gewesen.
  1. Welche Person hat mir heute ein Gefühl von Unterstützung und Sicherheit gegeben?
    • Das kann eine schöne Begegnung, eine liebe Nachricht oder eine warme Erinnerung an eine nahestehende Person sein.
  1. Welche Kleinigkeit in meinem Umfeld hat mir heute gutgetan?
    • Das kann eine Tasse Tee, dein Lieblingslied oder ein aufmunternder Sonnenstrahl sein.

Kann gezielter Schlafentzug bei Depressionen helfen?

Studien zeigen, dass ein kontrollierter Schlafentzug bei bestimmten Formen einer Depression kurzfristig stimmungsaufhellend wirken kann. Diese Methode wird in der Regel nur in einem stationären Setting eingesetzt und sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Dabei bleiben Betroffene gezielt zwei- bis dreimal pro Woche eine ganze oder halbe Nacht wach und werden dabei von Fachpersonal begleitet. Auch am folgenden Tag ist es wichtig, nicht zu schlafen. Bei rund 60 % der Patient:innen bessern sich Stimmung und Antrieb bereits am nächsten Morgen spürbar.

Da Schlafentzug jedoch nur eine kurzfristige Wirkung zeigt und nicht für alle geeignet ist, sind langfristige Behandlungsoptionen entscheidend. Hier kann eine digitale Anwendung wie deprexis helfen, um auch nachhaltig deine Stimmung zu verbessern und wieder zu einem aktiveren Alltag zu finden.

Finde Unterstützung, die zu dir passt mit deprexis

Frühzeitige, individuelle Unterstützung erhältst du mit deprexis, einem digitalen Therapieprogramm zur Behandlung von Depressionen, das dich zeit- und ortsunabhängig begleitet. Mit auf dich zugeschnittenen Dialogen, Übungen zum Umgang mit nicht hilfreichen Gedanken und Stress sowie praktischen Strategien zur Selbsthilfe unterstützt dich deprexis auf deinem Weg zu mehr Wohlbefinden und Selbstfürsorge.

In der Schweiz ist deprexis mit einer ärztlichen Verordnung erhältlich und wird als digitale Gesundheitsanwendung (dGA) anteilig über die OKP erstattet. Dein Eigenanteil beträgt lediglich 78 CHF. Nach Erhalt der Verordnung reichst du diese bei der TopPharm Apotheke Paradeplatz AG oder bei MediService AG ein und erhältst anschliessend per E-Mail deinen persönlichen Freischaltcode. Diesen kannst du einfach auf der deprexis Website eingeben und direkt mit dem Programm starten.

Fazit: Gezielte Selbstfürsorge gegen den Teufelskreis

Depression und Schlafprobleme bilden einen belastenden, sich selbst verstärkenden Kreislauf. Wer beides frühzeitig adressiert – professionell und mit bewährten Methoden – kann diesen Kreislauf durchbrechen. Eine Kombination aus Maßnahmen zur Selbsthilfe sowie psychotherapeutischer Begleitung lassen deinen Schlaf wieder erholsam werden und können depressive Symptome langfristig mildern.

Über deprexis

Weltweit haben bereits über 275.000 Betroffene deprexis genutzt.

deprexis gibt es seit 2007. Das Programm wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und kommt seit über 15 Jahren als digitale Therapie bei Depressionen zum Einsatz.

Um deprexis auf deinem Smartphone nutzen zu können, brauchst du einen Internetzugang und einen aktuellen Browser wie Google Chrome, Mozilla Firefox, Edge oder Safari. Damit alles gut angezeigt wird, empfehlen wir eine Bildschirmauflösung von mindestens 320 x 568 Pixel.

Außerdem benötigst du eine E-Mail-Adresse, und wenn du möchtest, kannst du auch deine Mobilnummer für den SMS-Service angeben. Für die Audioinhalte sorgt eine Bandbreite von etwa 192 kBit/s für eine gute Qualität.

deprexis ist aktuell in 10 verschiedenen Sprachen verfügbar, um auch Patient:innen mit unterschiedlichen Sprachhintergründen zu erreichen:

  • Englisch
  • Deutsch
  • Schwedisch
  • Griechisch
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Französisch
  • Portugiesisch (Brasilien)
  • Portugiesisch (Portugal)
  • Traditionelles Chinesisch (Taiwan)

Depressionen und Angststörungen treten häufig gemeinsam auf. Welche Behandlung in deiner individuellen Situation sinnvoll ist, solltest du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen.

Wenn deine depressiven Beschwerden im Vordergrund stehen, kann deprexis dich gezielt bei der Behandlung der Depression unterstützen. In klinischen Studien zeigte sich dabei nicht nur eine deutliche Reduktion depressiver Symptome, sondern auch eine signifikante Verbesserung begleitender Angstsymptome (1–2). In einer großen Studie profitierten Personen mit zusätzlicher Sozialphobie sogar besonders stark von der Behandlung der Depression mit deprexis (3).

deprexis ist regulatorisch ausschließlich zur Behandlung von Depressionen zugelassen. In den Studien wurden jedoch neben depressiven Symptomen auch weitere psychische Belastungen – darunter Angstsymptome – systematisch untersucht.

deprexis darf nicht angewendet werden bei einer bipolaren Störung, einer psychotischen Störung (z. B. Schizophrenie) oder bei bestehendem suizidalem Risiko. Ein suizidales Risiko liegt vor, wenn in den letzten 90 Tagen eine ernsthafte Absicht bestand, sich das Leben zu nehmen – unabhängig von einem konkreten Plan – oder wenn in den letzten 12 Monaten ein Suizidversuch unternommen wurde.


Referenzen:

(1) Beevers CG, Pearson R, Hoffman JS, Foulser AA, Shumake J, Meyer B. Effectiveness of an internet intervention (Deprexis) for depression in a united states adult sample: A parallel-group pragmatic randomized controlled trial. J Consult Clin Psychol. 2017 Apr;85(4):367-380. doi: 10.1037/ccp0000171. Epub 2017 Feb 23. PMID: 28230390.  (2) Zwerenz R, Becker J, Knickenberg RJ, Siepmann M, Hagen K, Beutel ME. Online Self-Help as an Add-On to Inpatient Psychotherapy: Efficacy of a New Blended Treatment Approach. Psychother Psychosom. 2017;86(6):341-350. doi: 10.1159/000481177. Epub 2017 Nov 3. PMID: 29131090.(3) Probst T, Berger T, Meyer B, Späth C, Schröder J, Hohagen F, Moritz S, Klein JP. Social phobia moderates the outcome in the EVIDENT study: A randomized controlled trial on an Internet-based psychological intervention for mild to moderate depressive symptoms. J Consult Clin Psychol. 2020 Jan;88(1):82-89. doi: 10.1037/ccp0000441. Epub 2019 Nov 4. PMID: 31682137.

deprexis ist ab 18 Jahren geeignet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Inhalte und Übungen zur jeweiligen Lebenssituation passen und sicher sowie sinnvoll angewendet werden können.

deprexis ist ein seit über 15 Jahren erprobtes Therapieprogramm. Die Wirksamkeit wurde in insgesamt 16 klinischen Studien nachgewiesen, womit deprexis zu den am besten und umfangreichsten untersuchten digitalen Therapien weltweit zählt.

Entwickelt wurde deprexis von der GAIA AG. Hinter dem Programm steht ein erfahrenes interdisziplinäres Team aus Ärzt:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, das die Inhalte in Zusammenarbeit mit Betroffenen konzipiert hat. Darüber hinaus wurde deprexis im Rahmen eines Review-Prozesses unter anderem von international renommierten Fachleuten mitbegutachtet.

Das Programm besteht aus bis zu zehn interaktiven Gesprächen, die wie echte Dialoge aufgebaut sind. Schritt für Schritt unterstützen die Gespräche dich dabei, nicht hilfreiche Denkmuster zu erkennen, neue Perspektiven einzunehmen, deine sozialen Fähigkeiten zu stärken und gesündere Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren.

Die Inhalte sind jederzeit zugänglich, so kannst du in deinem eigenen Tempo arbeiten, wann und wo es für dich passt. Das macht deprexis zu einer hilfreichen und flexiblen Therapie, die alleinstehend, zur Überbrückung von Wartezeiten oder als Ergänzung zu einer herkömmlichen Psychotherapie genutzt werden kann.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass deprexis Depressionssymptome spürbar reduzieren und dein allgemeines Wohlbefinden nachhaltig verbessern kann.

Ob deprexis für dich geeignet ist, brauchst du nicht allein entscheiden. Die Einschätzung erfolgt gemeinsam mit deiner (Fach-)Ärztin oder deinem (Fach-)Arzt. Dabei werden deine Symptome, deine aktuelle Situation und mögliche Behandlungsalternativen berücksichtigt. Gemeinsam findet ihr eine Lösung, die zu dir und deinem Alltag passt.

Wenn du deprexis länger als 90 Tage nutzen möchtest, kannst du einen neuen Zugangscode als Selbstzahler:in erhalten. Schicke uns dafür gerne eine E-Mail an: dga-ch@gaia-group.com. Die Kosten belaufen sich auf 271,32 CHF inklusive Mehrwertsteuer für weitere 90 Tage Nutzungsdauer. Sobald ein neuer Code vorliegt, kann er wie gewohnt auf der deprexis-Website eingelöst werden.

Es wird empfohlen, den neuen Freischaltcode vor Ablauf des aktuellen Zugangs einzulösen, damit die Verlängerung reibungslos funktioniert. Die verbleibende Laufzeit des Accounts kann in den Nutzungseinstellungen eingesehen werden.

Wichtig dabei zu wissen ist, dass gesetzlich vorgeschrieben ist, dass personenbezogene Daten nach 90 Tagen unwiderruflich gelöscht werden. Ist der Zugang bereits abgelaufen, besteht kein Zugriff mehr auf die Angaben und persönlichen Daten in deprexis. Sollten ein paar Tage Aufschub benötigt werden, kann der Support kontaktiert werden.

Wie erhalte ich deprexis?

Nein, deprexis kann grundsätzlich nur einmal verordnet werden. Eine Verordnung gilt für jeweils 90 Tage. Wenn du deprexis über diesen Zeitraum hinaus nutzen möchtest, ist dies über den Selbsterwerb möglich. Schicke uns dafür gerne eine E-Mail an: dga-ch@gaia-group.com.

Die Kosten belaufen sich auf 271,32 CHF inklusive Mehrwertsteuer für weitere 90 Tage Nutzungsdauer.

Zusätzliche Information: Nach Ablauf des Zugangs werden alle Daten im Programm unwiderruflich gelöscht.

Viele Betroffene sind unsicher, wie sie psychische Probleme in ihrer Arztpraxis ansprechen sollen. Diese Hinweise können dir helfen, dich auf das Gespräch vorzubereiten und deine Situation in Worte zu fassen.

Du könntest sagen:

“Mir fällt es gerade schwer, meine Beschwerden in Worte zu fassen, aber ich merke, dass es mir psychisch nicht so gut geht.”

„Ich suche aktuell nach zusätzlicher psychologischer Unterstützung.“

„Ich habe von digitalen Therapieprogrammen gehört und würde gern über deprexis sprechen.“

„Ich habe aktuell noch keinen Therapieplatz und möchte die Wartezeit sinnvoll nutzen.“

Viele Menschen fühlen sich vor solchen Gesprächen unsicher oder angespannt. Das ist völlig in Ordnung. Du darfst dir Zeit nehmen, nachfragen oder auch sagen, wenn dir etwas schwerfällt. Notiere dir am besten vor dem Gespräch bereits ein oder zwei Punkte, die dir wichtig sind. Du kannst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt offen über deine aktuelle Situation und Belastung sprechen. Die meisten Fachpersonen sind mit solchen Gesprächen bereits vertraut.

deprexis ist als Digitale Gesundheitsanwendung (dGA) in der MiGeL gelistet. Das bedeutet für dich: Wenn bei dir eine entsprechende Diagnose vorliegt, übernimmt in der Regel die Obligatorische Krankenpflegeversicherung anteilig die Kosten für das Online-Therapieprogramm.

Über die OKP:

Die OKP übernimmt den Großteil der Kosten für deprexis, wenn du eine Verordnung von deiner (Fach-)Ärztin oder deinem (Fach-)Arzt erhältst. Dein Eigenanteil beläuft sich auf lediglich 78 CHF.

Selbstzahlung:

Wenn du deprexis ohne Rezept nutzen oder einfach selber zahlen möchtest, kannst du dies gerne tun. Die Kosten für eine Lizenz mit 90 Tagen Laufzeit betragen 271,32 CHF inklusive Mehrwertsteuer.

Du kannst die Verordnung selbst per E-Mail an einen unserer Partner senden: TopPharm Apotheke Paradeplatz AG apotheke.paradeplatz@hin.ch oder MediService AG contact@mediservice.ch.

Wenn deine Ärztin oder dein Arzt dir ein E-Rezept ausstellt, kannst du es ebenfalls per E-Mail bei der Apotheke einreichen.

In allen anderen Fällen reicht dein Arzt oder deine Ärztin direkt während des Sprechstundentermins die Verordnung ein.

Nein, eine ärztliche Verordnung ist nur dann erforderlich, wenn du eine anteilige Kostenerstattung durch die OKP erhalten möchtest. Wenn du deprexis selbst bezahlen möchtest, kannst du das auch ohne Rezept tun. Im Detail gelten folgende Regelungen:

Erstattung über die OKP:

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt anteilig die Kosten für deprexis. Dein Eigenanteil beläuft sich auf lediglich 78 CHF. Um die Bezuschussung der OKP zu erhalten, brauchst du eine Verordnung von Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Ärzt:innen mit der Zusatzqualifikation SAPPM. Die Verordnung kannst du dann per E-Mail an die TopPharm Apotheke Paradeplatz AG (apotheke.paradeplatz@hin.ch) oder an MediService AG (contact@mediservice.ch) senden. Wenn dir dein:e Behandler:in ein E-Rezept ausstellt, kannst du es ebenfalls per E-Mail bei der Apotheke einreichen. Die Apotheke schickt dir danach per E-Mail den Freischaltcode und die Rechnung über den Eigenanteil an dich zurück.

Selbstzahlende:

Du kannst deprexis auch als Selbstzahler:in erwerben. Sende uns dafür einfach eine Anfrage per E-Mail an dga-ch@gaia-group.com. Anschliessend erhältst du den Freischaltcode für deprexis sowie eine Rechnung. Die Kosten für eine Lizenz von 90 Tagen betragen 271,32 CHF inklusive Mehrwertsteuer. Hinweis: deprexis ist eine zugelassene medizinische Anwendung zur Behandlung depressiver Beschwerden. Bitte informiere dich vor der Nutzung über das Anwendungsgebiet und mögliche Einschränkungen, um sicherzustellen, dass deprexis für dich geeignet ist.


Wenn dir deine Ärztin oder dein Arzt dir ein E-Rezept für deprexis ausstellt, kannst du dieses ganz einfach von deiner Behandlerin oder deinem Behandler an eine unserer Partner-Abgabestellen MediService oder TopPharm Apotheke senden lassen.

Wie geht es danach weiter?

Sobald der Freischaltcode für dich bereitgestellt wurde, erhältst du ihn und die Rechnung über den Eigenanteil von 78 CHF unkompliziert per E-Mail. Danach kannst du den Code auf unserer Webseite eingeben und sofort mit deprexis starten.

Technisches & Support

Wenn du Fragen zu den Inhalten von deprexis hast, kontaktiere gerne unseren Support über das Kontaktformular.

Um Feedback zu geben oder Beschwerden einzureichen, nutze unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf dein Feedback.

Kein Problem! Wenn du dein Passwort vergessen hast, kannst du es hier erneuern:

Passwort anfordern

Wandle den 16-stelligen Code, den du erhalten hast, einmalig in deinen persönlichen Zugangsschlüssel um, um ihn freizuschalten.

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Deinen Zugangsschlüssel (die Kombi aus Buchstaben und Zahlen) brauchst du nur ein einziges Mal für deine Registrierung. Später meldest du dich einfach mit deiner E-Mail-Adresse und dem Passwort an, die du bei der Anmeldung festgelegt hast.

Achte bei der Anmeldung darauf, dass du deine Daten korrekt eingibst (Groß- und Kleinschreibung beim Passwort beachten). Falls du dein Passwort vergessen hast, kannst du es über die Funktion „Passwort anfordern“ zurücksetzen.

Um die Registrierung abzuschließen, ist es wichtig, den Link in der Bestätigungs-E-Mail zu klicken. Bitte beachte, dass dieser nach einiger Zeit abläuft. Hier kannst du dir den Link erneut zusenden lassen: https://deprexis.broca.io/de-DE/confirmation/email/request.

Solltest du weiterhin Probleme bei der Registrierung oder Anmeldung haben, wende dich gerne an den Support: info@deprexis.de.

deprexis findest du nicht im App‑Store, weil es keine klassische Smartphone‑App ist. Die Anwendung läuft als webbasiertes Programm, auf das du einfach über den Browser deines Handys, Tablets oder Computers zugreifst.

Die webbasierte Anwendung erfüllt höchste Datenschutzstandards. Da keine Installation über App-Stores nötig ist, entfallen zusätzliche Abhängigkeiten von Drittanbietern. Deine sensiblen Gesundheitsdaten werden direkt über gesicherte und zertifizierte Server-Infrastrukturen verarbeitet, was maximale Kontrolle und Sicherheit gewährleistet.

  • Verordnung holen: Besorg dir bei deiner (Fach-)Ärztin oder deinem (Fach-)Arzt eine Verordnung für deprexis.
  • Verordnung einlösen: Entweder, die Ärztin oder der Arzt schickt die Verordnung direkt an die TopPharm Apotheke Paradeplatz AG oder an MediService AG – oder du übernimmst das per E-Mail an: apotheke.paradeplatz@hin.ch oder contact@mediservice.ch.
  • Freischaltcode erhalten: Die jeweilige Apotheke schickt dir daraufhin deinen persönlichen Freischaltcode sowie die Rechnung für deinen Eigenanteil zu.
  • Code eingeben & Konto erstellen: Gib den Code auf der Webseite in der Registrierungsmaske ein. Folge den Anweisungen, um dein Konto anzulegen. Wichtig: Achte auf die korrekte Schreibweise deiner E-Mail-Adresse.
  • Anmeldung bestätigen: Du erhältst eine Bestätigungs-E-Mail. Klicke auf den darin enthaltenen Link, um deinen Account zu aktivieren.
  • Login: Sobald du den Link bestätigt hast, ist dein Zugang frei. Logge dich einfach mit deinen Nutzerdaten (E-Mail und Passwort) unter deprexis.broca.io/de/login ein.

Wenn du technische Fragen hast, schreib einfach eine E-Mail an unser deprexis Support-Team unter info@deprexis.de. Wir helfen dir gerne weiter und sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Falls die Eingabe deines Freischaltcodes nicht direkt klappt, probiere Folgendes:

  • Beachte, dass die Ziffer Null „0“ in von Krankenkassen ausgestellten Freischaltcodes nicht enthalten ist. Bitte achte darauf, sie nicht mit dem Buchstaben „O“ zu verwechseln.
  • Eventuell sorgt eine technische Störung dafür, dass die Eingabe nicht funktioniert. Bitte versuche es in 1 bis 2 Stunden noch einmal.

Therapie & Wirkung

Ja, wenn deprexis zusätzlich zu einer klassischen Psychotherapie genutzt wird, kann sich die Behandlung deutlich verbessern.

Studien zeigen: Menschen, die deprexis begleitend zur Therapie verwendet haben, hatten mehr als doppelt so starke Verbesserungen ihrer depressiven Beschwerden wie Personen, die eine klassische Psychotherapie ohne deprexis hatten.

Berger T, Krieger T, Sude K, Meyer B, Maercker A. Evaluating an e-mental health program („deprexis“) as adjunctive treatment tool in psychotherapy for depression: Results of a pragmatic randomized controlled trial. J Affect Disord. 2018;227:455‐462.

deprexis ist nicht für bestimmte schwere psychische Erkrankungen geeignet. Dazu gehören zum Beispiel Schizophrenie, schizoaffektive Störungen oder akute psychotische Episoden.

Auch bei bipolaren Erkrankungen (mit starken Wechseln zwischen depressiven und manischen Phasen) sowie bei akuten suizidalen Krisen oder anderen schweren Stimmungssymptomen sollte deprexis nicht eingesetzt werden.

deprexis bietet dir verschiedene Tools, um deinen therapeutischen Fortschritt im Blick zu behalten. Dazu gehören tägliche Stimmungschecks und der sogenannte PHQ-9-Fragebogen, den du alle 14 Tage ausfüllen kannst, um den Verlauf deiner Depression zu verfolgen. Aus diesen Tests und Stimmungschecks erstellt deprexis regelmäßige Berichte, die deine Aktivitäten und Fortschritte zusammenfassen. Auf freiwilliger Basis kannst du diese Berichte auch mit deiner Therapeutin/deinem Therapeuten oder deiner Ärztin/deinem Arzt besprechen.

Die interaktiven Übungen und die Gespräche geben dir außerdem kontinuierliches Feedback und helfen dir dabei, deine Ziele zu erreichen und deinen Fortschritt zu reflektieren.

Wenn du dich in einer Krise befindest oder sich dein Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert, wende dich bitte sofort an deine behandelnde Ärztin/deinen behandelnden Arzt oder deine Psychotherapeutin/deinen Psychotherapeuten. Alternativ kannst du in der Schweiz auch folgende Notrufnummern nutzen:

  • Notruf allgemein / Rettungsdienst: 112 oder 144
  • Polizei: 117
  • Seelsorge: 143

Bitte beachte: deprexis ist nicht für Notfälle gedacht. Es ist eine digitale Therapie zur Selbsthilfe und ersetzt keine akute Betreuung durch medizinisches Fachpersonal. Wenn es dringend ist, zögere nicht, sofort professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen – du bist damit nicht allein.

deprexis kannst du sowohl allein nutzen als auch begleitend zu anderen Therapieformen einsetzen. Wir möchten dich aber darauf hinweisen, dass deprexis nicht dazu gedacht ist, eine Behandlung durch Ärzt:innen oder Therapeut:innen zu ersetzen und auch keine Grundlage für diagnostische oder therapeutische Entscheidungen bietet. Änderungen an bestehenden Medikamenten oder Behandlungen solltest du immer nur nach Rücksprache mit deiner Ärztin/deinem Arzt oder deiner Psychotherapeutin/deinem Psychotherapeuten vornehmen.

Deine Ärztin/dein Arzt oder deine Psychotherapeutin/dein Psychotherapeut kann deine Angaben aus deprexis nicht automatisch einsehen. Wenn du möchtest, kannst du sie aber jederzeit selbst über deine Nutzung und Fortschritte informieren, so behält dein Behandlungsteam den Überblick und kann dich noch gezielter unterstützen.

Vorab: Es gibt keine perfekte Nutzung von deprexis. Versuche, das Therapieprogramm so natürlich wie möglich in deinen Alltag einzubinden und achte darauf, dass sich die Nutzung stets gut für dich anfühlt. Viele Nutzende haben davon profitiert, wenn sie sich regelmäßig kleine Zeitfenster einplanen und Inhalte in Ruhe bearbeiten.

Hilfreich kann sein:

Ein fester, ruhiger Ort: Eine Routine macht dir die Nutzung von deprexis einfacher. Zum Beispiel jeden Mittwoch- und Freitagabend auf dem Sofa mit einer Tasse Tee.

Regelmäßige Einheiten: Wir empfehlen 1-2 Mal pro Woche mindestens eine halbe Stunde im Programm zu verbringen.

Verknüpfe deprexis mit Bestehendem: Zum Beispiel nach dem Frühstück oder abends vor dem Zähneputzen. Bestehende Routinen erleichtern das Dranbleiben.

Offenheit gegenüber den Übungen: Versuche, dich unvoreingenommen und ohne Leistungsdruck auf die Übungen und Inhalte einzulassen.

Ein “Therapietagebuch”: Schreibe die für dich besonders wichtigen Impulse aus deprexis in ein nur dafür angelegtes Notizheft.

Nutze Erinnerungen bewusst: Kalendereinträge oder Erinnerungen können eine freundliche Einladung an dich selbst sein, dir etwas Gutes zu tun.

Erlaube dir Pausen: Es ist in Ordnung, Gespräche mal zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen.

Nicht alles sofort verstehen müssen: Manche Inhalte wirken erst später nach. Du musst nicht bei jeder Übung sofort etwas spüren.

Hole dir Unterstützung: Wenn dich Inhalte belasten oder Fragen aufwerfen, darfst du mit einer Fachkraft oder vertrauten Person darüber sprechen.

deprexis ist ein umfassendes, interaktives Therapieprogramm, das eine Vielzahl von Übungen und Inhalten für Betroffene mit Depression bietet. Hier ist eine Übersicht für dich:

  • Verhaltensaktivierung
    • Erläuterung des Zusammenhangs zwischen aufbauenden und verstärkenden Aktivitäten und Depression.
    • Vorstellung des Konzepts der psychologischen Grundbedürfnisse (z. B. Kompetenz, Autonomie, soziale Eingebundenheit).
  • Kognitive Umstrukturierung
    • Erläuterung zum Umgang mit depressionsfördernden automatischen Gedanken und kognitiven Verzerrungen (z. B. Katastrophisieren, emotionale Beweisführung).
  • Entspannung, körperliche Aktivität und Lebensstiländerungen
    • Vorstellung verschiedener Entspannungstechniken zum Umgang mit Stress (z. B. Atemübungen, meditative Visualisierungsübungen, progressive Muskelentspannung).
    • Bedeutung von Lebensstiländerungen (z. B. gesunde Ernährung, körperliche Aktivität) für das psychische Wohlbefinden.
  • Akzeptanz und Achtsamkeit
    • Erläuterung der Schwierigkeiten, unerwünschte Gedanken und Gefühle kontrollieren oder unterdrücken zu wollen.
    • Vorstellung der Möglichkeit, derartige Gedanken und Gefühle zu akzeptieren und mit ihnen umgehen zu lernen.
  • Problemlösung
    • Erläuterung, wie man mit Problemen strukturiert umgehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen kann.
  • Erfahrungen aus der Kindheit
    • Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung des Zusammenhangs früher Lernerfahrungen mit dem späteren Auftreten einer Depression.
    • Erläuterung zum Umgang mit früheren problematischen Erfahrungen in der Kindheit.
  • Zwischenmenschliche Fähigkeiten
    • Verhaltenstherapeutisch orientierte Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem eigenen Verhalten gegenüber anderen Menschen und der Depression.
    • Vorstellung, wie man positiv mit anderen Menschen kommunizieren kann und welche Auswirkungen dies auf die Stimmung haben kann.
  • Positive Psychologie
    • Verhaltenstherapeutisch orientierte Erläuterung der Kernelemente positiver Psychologie (z. B. Ressourcenaktivierung).
    • Fokussierung auf persönliche Stärken und Talente.
  • Traumarbeit (optional)
    • Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung vom Umgang mit Träumen als Ansatz für Problemlösungen im Alltag.
  • Zusammenfassung der wichtigsten Schlüsselprinzipien und Techniken
    • Zusammenfassung der wichtigsten Prinzipien und Techniken aus den vorherigen Punkten.

Nutzung im Alltag

Ja, du kannst deprexis jederzeit pausieren oder abbrechen. Das Programm lässt sich später genau an der Stelle fortsetzen, an der du aufgehört hast. Dein Fortschritt wird gespeichert. Beachte dabei, dass die maximale Nutzungsdauer der Verordnung 90 Tage beträgt.

deprexis ist ein onlinebasiertes Therapieprogramm, für das du einen Internetzugang und ein geeignetes Endgerät wie ein Handy, Tablet oder einen Computer brauchst. Leider gibt es keine Offline-Funktionen, sodass du ohne Internetzugang nicht auf deprexis zugreifen kannst.

Wenn du keinen eigenen Internetzugang hast, gibt es aber Möglichkeiten, trotzdem auf deprexis zuzugreifen. Viele Bibliotheken bieten zum Beispiel Computer mit Internet an. Such dir einfach einen Ort, an dem du ungestört arbeiten kannst. Alles, was du brauchst, sind deine Login-Daten, um dich bei deprexis anzumelden. Die Anwendung ist sehr intuitiv und einfach aufgebaut, sodass jeder, der Texte lesen kann, deprexis problemlos nutzen kann.

Wenn du einmal Unterstützung brauchst, steht dir auch unser technischer Support zur Verfügung. Du erreichst ihn über das Kontaktformular auf der Webseite oder per E-Mail an info@deprexis.de.

Eine Verordnung gilt für 90 Tage. Möchtest du deprexis darüber hinaus nutzen, ist dies auf Selbsterwerb möglich. Ein rechtzeitiges Handeln ist hier wichtig: Vor Ablauf der ersten 90 Tage solltest du dich mit uns über die E-Mail Adresse dga-ch@gaia-group.com in Verbindung setzen – die Daten werden sonst unwiderruflich gelöscht. Mit einer rechtzeitigen Nachfrage für eine längere Nutzung wird ein nahtloser Übergang ermöglicht, die bisherigen Fortschritte werden gefestigt und die bisherigen Daten bleiben gesichert.

Datenschutz bei deprexis

Ja, es ist möglich, deine deprexis-Daten zu exportieren. In deprexis findest du unter dem Menüpunkt "Persönliche Daten" eine Übersicht über deine bearbeiteten Gespräche und den Verlauf deiner Selbsteinschätzung. Diese Daten können über den Button "PDF erstellen" exportiert und mit Dritten, wenn gewünscht, geteilt werden.

Du kannst deine Mobilnummer optional für den SMS-Service angeben. So erhältst du auf Wunsch tägliche Erinnerungen oder kleine Impulse wie Tipps und Übungen, die dir helfen, deprexis leichter in deinen Alltag einzubauen und motiviert zu bleiben.

Nach Ende der Programmnutzung (Nutzungszeitraum 90 Tage) werden alle personenbezogenen Daten automatisch und unverzüglich gelöscht.

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt im Einklang mit den höchsten Datenschutzstandards (konform mit dem Schweizer nDSG und der EU-DSGVO) und dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) in den Vereinigten Staaten. Persönliche Daten werden streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung erfolgt nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Daten werden auf sicheren Servern in Deutschland gelagert.

Du kannst deprexis auch anonym verwenden, indem du bei der Registrierung eine E-Mail-Adresse und eine Anrede auswählen, die keine Rückschlüsse auf deine Identität zulassen (die zum Beispiel nicht deinen echten Namen enthält). Kostenlose E-Mail-Konten kannst du z. B. bei GMX, Hotmail oder Gmail einrichten.

Darüber hinaus nehmen wir den Schutz deiner personenbezogenen Daten, z. B. deine E-Mail Adresse, sehr ernst und verwenden diese nur, um eine Nutzung von deprexis zu ermöglichen. Deine personenbezogenen Daten werden weder an Dritte weitergegeben noch für werbliche Zwecke verwendet. Die Speicherung erfolgt nach den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen.

Depression verstehen

Eine Depression kann durch belastende Ereignisse oder plötzliche Veränderungen im Leben ausgelöst werden, selbst wenn vorher keine Anzeichen bestanden. Beispiele sind der Verlust eines geliebten Menschen, Trennung oder Scheidung, Arbeitslosigkeit oder finanzielle Probleme. Menschen mit einer erhöhten seelischen Verletzlichkeit reagieren auf solche Situationen oft sensibler, sodass sich depressive Symptome schneller entwickeln.

Ja, Umweltfaktoren können depressive Symptome verstärken oder auslösen. Dazu zählen zum Beispiel Sonnenlichtmangel im Winter, hohe Temperaturen, Lärm, Luftverschmutzung, das Leben in Großstädten oder belastende Ereignisse aus der Welt. Auch soziale Einflüsse wie Isolation, Konflikte oder fehlende Unterstützung im Umfeld wirken sich negativ auf die psychische Gesundheit aus.

Depressionen entstehen in der Regel durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu zählen genetische Veranlagung, biologische Veränderungen im Gehirn, psychosoziale Belastungen und Umwelteinflüsse. Auch chronische Krankheiten, Stress, traumatische Erfahrungen in der Kindheit oder belastende Lebensereignisse können das Risiko erhöhen. Die genaue Ursache ist bei jedem Menschen individuell.

Ja, das Risiko steigt erheblich. Studien zeigen, dass anhaltende Schlafstörungen nicht nur ein Symptom sind, sondern auch ein Faktor sein können, der zu einer Depression beiträgt. Anhaltende Schlafstörungen stören dein emotionales Gleichgewicht, erhöhen deinen Stresspegel und machen dich anfälliger für die Herausforderungen des Alltags. Dies erhöht das Risiko, dass depressive Symptome auftreten oder sich verschlimmern.

Ja, häufiges Aufwachen in der Nacht oder sehr frühes Aufwachen am Morgen gehören zu den typischen Schlafstörungen bei Depressionen. Studien zeigen, dass die Schlafphasen bei depressiven Menschen verschoben sind. Der tiefe, erholsame Schlaf ist verkürzt, während der REM-Schlaf früher einsetzt und häufiger auftritt. Dies führt dazu, dass selbst ein scheinbar ausreichender Schlaf als wenig erholsam empfunden wird.

Achte auf feste Schlaf- und Aufstehzeiten. Auch am Wochenende. Eine ruhige Abendroutine kann dir dabei helfen, dich zu entspannen. Versuche, abends ein paar Seiten zu lesen, leise Musik zu hören oder sanfte Dehnübungen zu machen. Übermäßiges Grübeln stellt ein häufiges Problem bei Depressionen dar. Schreibe deine Sorgen und Gedanken bewusst im Laufe des Tages auf, damit sie nachts nicht kreisen. Außerdem hilft dir eine klare Tagesstruktur und leichte Bewegung dabei, abends besser zu schlafen. Regelmäßige Aktivität steigert deinen Schlafdruck und stabilisiert deine Stimmung.

Bei Suizidgedanken ist es entscheidend, nicht allein zu bleiben. In Deutschland erreichst du die TelefonSeelsorge anonym und kostenlos unter 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 sowie online über telefonseelsorge.de. Bei akuter Gefahr wähle den Notruf 112 oder wende dich an die nächste Notaufnahme. Auch vertraute Menschen oder Therapeuten können dir in dieser Situation helfen.

Mit negativen Gedankenmustern kannst du umgehen, indem du diese hinterfragst und du dir einen Realitätscheck durch Gespräche mit vertrauten Menschen holst. Alternativ kann es helfen, wenn du deine Gedanken aufschreibst oder Achtsamkeitsübungen durchführst.

Bei Appetitveränderungen hilft es, feste Mahlzeiten einzuplanen, leichte Bewegung in den Alltag einzubauen und bei anhaltenden Problemen ärztlichen Rat einzuholen. Versuche, anderweitige Bewältigungsstrategien zu finden als das “Stressessen”.

Schlafstörungen kannst du vorbeugen, indem du eine regelmäßige Schlafroutine etablierst, Bildschirmpausen einhältst, abendliche Entspannungsrituale pflegst und tagsüber für ausreichend Bewegung und Tageslicht sorgst.

In der Phase der Selbstbeschuldigung ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass eine Depression die Wahrnehmung verzerrt. Du bist nicht an allem schuld. Übe Selbstmitgefühl, halte kleine Erfolge fest und suche dir Unterstützung bei Freund:innen, der Familie oder Fachkräften.

Die 5 Phasen der Depression ist ein hilfreiches Modell, um den Verlauf einer depressiven Erkrankung besser zu verstehen. Zu den Phasen gehören negative Gedankenmuster, Appetitveränderungen, Schlafstörungen, Selbstbeschuldigungen und schließlich mögliche Suizidgedanken in einer akuten Krise. Nicht jede Person durchläuft alle Phasen in gleicher Reihenfolge oder Intensität, doch sie geben Orientierung über den Verlauf einer Depression und zeigen typische Warnsignale.

Nimm die Anzeichen ernst. Sprich zeitnah mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Berichte, seit wann die Beschwerden bestehen und wie sie Alltag, Arbeit oder Beziehungen beeinflussen. Nutze Selbsttests als Gesprächsgrundlage und bitte nahestehende Menschen um Unterstützung. Bei einer akuten Krise solltest du dich an Die Dargebotene Hand unter der Nummer 143 wenden, sie steht dir rund um die Uhr zur Verfügung.

In einem Gespräch und auf Grundlage anerkannter medizinischer Kriterien (ICD/DSM), ergänzt durch einen Fragebogen und mit einer Untersuchung zum Ausschluss körperlicher Ursachen.

Nicht immer. Eine leichte Depression wird zuerst mit einer Psychotherapie behandelt. Bei mittelgradigen bis schweren Verläufen können Antidepressiva zusätzlich sinnvoll sein.

Die ICD-11 formuliert die Kriterien klarer, betont Alltagsbeeinträchtigung und Intensität und strukturiert die Symptome etwas anders als die ICD-10. Dadurch wird die Feststellung verlässlicher.

Ja. Hausärzt:innen sind oft die erste Anlaufstelle. Sie führen das Erstgespräch, prüfen körperliche Ursachen, nutzen Fragebögen wie den PHQ-9 und stellen – falls die Kriterien erfüllt sind – die Diagnose oder überweisen an Fachärzt:innen oder Psychotherapeut:innen.

Es müssen über mindestens zwei Wochen mehrere typische Symptome vorliegen, darunter mindestens ein Hauptsymptom (gedrückte Stimmung oder Verlust von Interesse/Freude). Die Beschwerden müssen den Alltag deutlich beeinträchtigen; andere Ursachen werden ausgeschlossen.

Ein Burnout entsteht oft aus Dauerstress bei der Arbeit. Eine Depression betrifft alle Lebensbereiche und auch Menschen ohne starken Arbeitsstress. Beide Zustände führen zu Erschöpfung und Schlafproblemen.

Schwere Depressionen beeinträchtigen fast alle Bereiche des Lebens. Viele Menschen verlieren ihren Antrieb, Appetit und Schlaf. Einige empfinden starke Schuldgefühle für das, was ihnen passiert. Einige denken an Suizid. Angehörige helfen am besten, wenn sie den Alltag stark vereinfachen und für den Menschen da sind. Gute Hilfe bedeutet, Termine zu sichern, Krisenpläne zu kennen und auf Signale zu achten. Gute Hilfe bedeutet auch, Belastung zu teilen und sich selbst zu schützen.

Eine Depression zerrt an einer Beziehung. Wenn depressive Menschen sich zurückziehen, dann bremst das automatisch die sonst gewohnte Nähe. Ihre Reizbarkeit führt zu Streit, und Missverständnisse können wachsen. Paare schützen ihre Beziehung am besten, indem sie feste Rituale pflegen. Ein kurzer Spaziergang nach dem Essen, ein Abend pro Woche ohne Handy oder eine Liste mit schönen Dingen kann wirklich helfen. 

Es gibt keinen einfachen Laborwert, der eine Depression sicher nachweist. Veränderungen in Netzwerken und Botenstoffen sind gut belegt, dienen aber bisher nicht als Routine-Test. In der Praxis zählen Gespräch, Verlauf und Schweregrad.

Es gibt eine familiäre Häufung, die das Risiko erhöht. Gene sind aber kein Schicksal. Umwelt, Beziehungen und Lebensstil beeinflussen, ob und wie eine Depression ausbricht. 

Ja. Chronischer Stress und Schlafmangel verschieben Botenstoffe und verstärken Symptome. Eine Schlafroutine, Tageslicht und Bewegung stabilisieren das System.

Schuldgefühle sind typisch bei Depressionen, obwohl sie nicht zur Realität der Erkrankung passen: Niemand hat Schuld! Sprich bitte freundlich mit dir und ersetze harte Sätze durch realistische Gedanken wie „Ich mache heute einen machbaren Schritt“. Suche Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner und bleib in Kontakt mit deiner Familie und deinen Freund:innen.

Ja, und diese Tatsache überrascht viele Menschen. Gehirn, Körper und Umfeld verändern sich ständig, und die Mischung kann jederzeit kippen. Suche dir Hilfe, wenn sich Stimmung, Antrieb oder Schlaf deutlich verschlechtern. Warte nicht auf einen großen Grund.

Ursachen wirken langfristig, meist im Hintergrund und umfassen Kindheitserfahrungen, anhaltenden Stress und persönliche Merkmale. Auslöser markieren den unmittelbaren Anlass, der eine Depression in Gang setzt. Sie reichen von Verlusten bis zu großen Lebensveränderungen. Beide Ebenen spielen zusammen, und beide Ebenen verdienen Beachtung.

GABA bremst übermässige Erregung, unterstützt Entspannung und fördert den Schlaf. Diese Wirkung erreichst du zum Beispiel auch mit festen Schlafzeiten, Tageslicht und Bewegung.

Kleine Studien berichten gelegentlich über Entspannung, doch ein gesicherter Nachweis einer antidepressiven Wirkung fehlt. GABA ist kein Antidepressivum.

Als Nahrungsergänzung berichten Menschen über Schläfrigkeit, Schwindel oder Magenbeschwerden.

Es sorgt dafür, dass Nervenzellen Informationen weitergeben und sich Netzwerke anpassen. Ohne Glutamat gäbe es kein Lernen und kein Gedächtnis. 

Zugelassen sind u. a. Esketamin (Nasenspray) bei therapieresistenter Depression unter strenger Aufsicht und Memantin bei Alzheimer. Zahlreiche Substanzen werden erforscht, haben aber bislang keine Zulassung.

Natürlich hohe Werte finden sich in gereiftem Käse, Tomatenprodukten, Pilzen, Sojasauce und Fischsauce. Zugesetzte Glutamate stecken oft in Würzmischungen, Chips, Brühwürfeln – einfach auf Angaben zu E 620 bis E 625 auf der Zutatenliste achten.

In Studien traten nach sehr hohen Mengen vereinzelt Kopfschmerzen, Erröten oder Druckgefühl im Gesicht auf – meist aber kurzzeitig. Eine langfristige Schädigung beim Menschen durch die Ernährung ist nicht bekannt.

Häufig treten Schlafstörungen, innere Unruhe, Gesichtsröte, gesteigerter Appetit und Wassereinlagerungen auf. Psychische Beschwerden wie Traurigkeit sind möglich, besonders bei hohen Dosen.

Viele Beschwerden bessern sich nach einer Senkung der Dosis oder nach dem Ende der Behandlung. Bis sich alles stabilisiert, können einige Wochen vergehen.

Die Kombination ist häufig möglich, jedoch müssen mögliche Wechselwirkungen geprüft und der Einnahmezeitpunkt abgestimmt werden.

Vor allem Kombinationen sind riskant. Dazu zählen SSRI- oder SNRI-Antidepressiva zusammen mit bestimmten Schmerzmitteln, Migränemitteln, Hustensäften, Drogen oder Johanniskraut.

Ein Serotonin-Syndrom entsteht, wenn zu viel Serotonin im Körper wirkt – meist nach dem Start, der Erhöhung oder der Mischung von Medikamenten, die Serotonin beeinflussen. Typisch sind Unruhe, Zittern, Schwitzen, Durchfall, Fieber und Muskelzucken. So ein Notfall gehört sofort in ärztliche Hände.

Die Beschwerden entwickeln sich oft innerhalb weniger Stunden. Rufe bei einem Verdacht sofort den Rettungsdienst.

Wenn du Symptome für zu viel Dopamin wie starke Unruhe, Impulsivität oder Schlafprobleme bei dir feststellst, dann:

  • Reduziere Reize: Weniger Kaffee, weniger Handy/Bildschirmzeit am Abend, weniger Risikoverhalten.
  • Suche Ruhe: Versuche zu meditieren oder nutze Entspannungsübungen
  • Ärztliche Abklärung: Sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Möglicherweise muss die Dosierung von Medikamenten angepasst werden, die du bereits nimmst.

Mittel, die Dopamin-Signale senken oder blockieren, werden Neuroleptika oder Antipsychotika genannt. Sie kommen zum Einsatz, wenn ein Dopamin-Überschuss vorliegt (z.B. bei Psychosen oder starker Unruhe) oder manchmal als Zusatz bei Depressionen.

Starte mit mehr Licht, Rhythmus und Bewegung:

  • Täglich 20–30 Minuten Gehen oder leichte Bewegung.
  • Frühes Tageslicht am Morgen.
  • Kleine Ziele setzen, um Erfolgserlebnisse zu sammeln.
  • Die Ernährung auf Eiweiß umstellen, wie in der Tabelle gezeigt.

Halte das 2 bis 4 Wochen durch. Eine Kombination mit Psychotherapie oder digitalen Programmen wie deprexis ist meistens am wirksamsten.

Noradrenalin schüttet der Körper aus bei Reizen, die Aufmerksamkeit oder eine schnelle Reaktion verlangen. Es arbeitet im sympathischen Stress-System. Nachts, wenn wir ruhen, sinkt die Aktivität stark ab.

Du kannst dein Noradrenalin-System auf natürliche Weise unterstützen:

  • Regelmässige Bewegung
  • Morgenlicht
  • Stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus

Diese Massnahmen helfen, Symptome zu lindern, ersetzen aber keine professionelle Behandlung. Wichtig: Wenn du merkst, dass die Alltagstipps nicht ausreichen oder die Symptome dich stark belasten, hole dir fachärztliche Hilfe.

Noradrenalin beeinflusst massiv unsere Aufmerksamkeit und Impulskontrolle. Deshalb wirken bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) Medikamente, die gezielt die Noradrenalin-Signalwege modulieren. Die Diagnose und Behandlung von ADHS gehört immer in fachärztliche Hände.

Achtsamkeit ist das Wesentliche bei der Meditation. Wenn du meditierst, übst du Achtsamkeit, indem du deine Aufmerksamkeit immer wieder freundlich in den gegenwärtigen Moment zurückbringst.

Achtsamkeit ist die Haltung (die bewusste, nicht-urteilende Aufmerksamkeit) und Meditation ist die Methode, die diese Haltung trainiert.

Jon Kabat-Zinn, der Gründer des MBSR-Programms, versteht Achtsamkeit als die absichtliche, nicht verurteilende Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment. Er hat die Praxis aus ihrem religiösen Kontext gelöst, um sie als wissenschaftlich fundierte Methode zur Stressbewältigung zugänglich zu machen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen der Pille zählen leichte Übelkeit, Zwischenblutungen, Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen. Auch Gewichtszunahme und eine veränderte Libido (Lust auf Sex) werden häufig genannt.

Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Präparate, die beide Hormone Östrogen und Gestagen enthalten, insbesondere solche mit älteren Gestagenen, tendenziell ein etwas höheres Risiko für depressive Symptome zeigen können, besonders bei jungen Anwenderinnen. Präparate, die nur Gestagen enthalten – auch Minipille genannt – und andere Formen wie die Hormonspirale zeigen weniger Auffälligkeiten. Dennoch reagiert jeder Körper anders. Es gibt leider keine allgemeingültige Antwort.

Es gibt nicht die eine Pille mit den geringsten Nebenwirkungen für alle. Jede Frau reagiert anders auf die Kombination und Dosis der Hormone. Generell gelten Präparate mit einer niedrigeren Hormondosis oft als sanfter. Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht – jede muss individuell testen.

Viele Residualsymptome (Restbeschwerden) lassen innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten nach. Eine starke Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme können länger anhalten. Wer konsequent deine Erhaltungstherapie macht, sich bewegt, gut schläft und sozial aktiv bleibt, beschleunigt die Erholung und senkt damit das Rückfallrisiko.

Das A und O ist eine gute Schlafhygiene. Sie umfasst alle Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Umgebungsfaktoren, die einen gesunden, erholsamen Schlaf fördern und Schlafstörungen reduzieren, indem sie den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen. Halte feste Schlafenszeiten ein, sorge für eine kühle und dunkle Schlafumgebung und vermeide Koffein und helle Bildschirme am Abend. Sorge ausserdem für Entspannung, indem du meditierst, Atem- oder Stretchingübungen machst.

Achte auf Frühwarnzeichen, die sich oft unbemerkt einschleichen: Dein Schlaf wird schlechter, du fängst wieder an, zu grübeln, ziehst dich sozial zurück oder erlebst Stress im Beruf. Auch ein fehlender Appetit oder weniger Freude an Dingen, die sonst Spass machen, sind Signale.

Symptome & Anzeichen

Achte auf Dauer, Tiefe und Anzahl der Beschwerden. Hält sehr gedrückte Stimmung oder wenig Freude über mindestens zwei Wochen an und kommen weitere Punkte wie Schlaf-, Appetit-, Energie- oder Denkstörungen dazu, ist eine Abklärung sinnvoll.

Ja, das kommt vor. Häufig sind Müdigkeit, Kopf- oder Rückenschmerzen ohne erklärenden Befund, Reizdarm-Beschwerden oder Schwindel. Entscheidend ist der Zusammenhang mit Stimmung und Alltagsfunktion.

Bei einem Teil zeigen sich Reizbarkeit, Rückzug, Risiko- oder Suchtverhalten. Das kann die Erkrankung verdecken. Ein offener Austausch und frühe Hilfe erleichtern den Weg in die Behandlung.

Sich zurückziehen ist ein häufiges Symptom einer Depression. Viele Betroffene fühlen sich erschöpft, innerlich leer oder von sozialen Situationen überfordert. Treffen mit Freund:innen oder Familie können plötzlich anstrengend wirken, und manche entwickeln das Gefühl, lieber allein sein zu wollen bei Depression. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach Nähe oft bestehen, auch wenn der Kontakt schwerfällt.

Der Weg aus der Isolation gelingt meist in kleinen Schritten. Kurze Gespräche, gemeinsame Spaziergänge oder regelmäßige Aktivitäten können helfen, eine Isolation bei Depression langsam zu durchbrechen. Zusätzlich kann professionelle Unterstützung – etwa durch Therapie, Beratungsangebote oder digitale Programme – dabei helfen, wieder mehr Verbindung und Stabilität im Alltag zu finden.

Wenn soziale Kontakte über längere Zeit ausbleiben, kann sich eine Einsamkeit bei Depression verstärken. Betroffene fühlen sich zunehmend isoliert, das Selbstwertgefühl sinkt und Gefühle von Hoffnungslosigkeit nehmen zu. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen, in dem Einsamkeit und depressive Symptome sich gegenseitig verstärken.

Hochsensibilität wird nicht ärztlich diagnostiziert, da es keine Krankheit ist. Validierte Fragebögen können eine Orientierung geben (siehe oben). Realistisch abklärbar ist immer eine Depression oder eine Angststörung beim Hausarzt, bei der Hausärztin, einem Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin. Nur eine fachliche Einschätzung berücksichtigt alle Lebensumstände und Beschwerden.

Auslöser (Trigger) sind alle Formen von Überreizung: laute Geräusche, grelles Licht, starke Gerüche, aber auch emotionaler Stress, Zeitdruck oder Konflikte in Beziehungen.

Typisch ist die tiefe und gründliche Verarbeitung aller Reize. Das führt zu einer starken Empathie, einem Blick für Details und intensivem Erleben von Kunst und Natur. Es bedeutet aber auch eine schnelle Überforderung bei zu vielen Reizen.

Bei Erwachsenen zeigt es sich oft in einem grossen Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe, der Vermeidung von Multitasking, einer starken Reaktion auf Kritik und der Neigung, Situationen sehr lange zu durchdenken.

Formen einer Depression

Im Gegensatz zu einer klassischen Depression ist PMDS zyklusabhängig. Die Beschwerden treten typischerweise 1–2 Wochen vor der Periode auf und klingen nach Beginn der Menstruation ab. Eine Depression hingegen hält länger an und beeinflusst alle Lebensbereiche kontinuierlich.

PMDS kann mit einer Kombination aus medizinischer Behandlung (z. B. Antidepressiva oder Hormontherapie), psychologischer Unterstützung (z. B. kognitive Verhaltenstherapie, Stressmanagement) und Selbstfürsorge (gesunde Ernährung, Bewegung, Zyklus-Tagebuch) behandelt werden.

PMDS ist die schwerwiegendere Form des prämenstruellen Syndroms. Die Symptome sind intensiver, können den Alltag deutlich einschränken und führen häufig zu starker psychischer Belastung, ähnlich wie eine Depression vor der Periode. PMS ist meist leichter und gut handhabbar, während PMDS oft eine medizinische oder therapeutische Behandlung erfordern.

Symptome einer hochfunktionalen Depression sind oft subtil und werden leicht übersehen. Typisch sind:

  • Tiefe innere Erschöpfung trotz äußerer Aktivität
  • Übermäßige Selbstkritik und Perfektionismus
  • Ständiges Grübeln und Sorgen über die eigene Leistung oder Wirkung auf andere
  • Reizbarkeit, innere Anspannung oder unerklärliche Wut
  • Schlafprobleme, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen oder Magenbeschwerden

Betroffene neigen dazu, ihre Gefühle zu kontrollieren, Hilfe zu vermeiden und sich über Arbeit, Social Media oder Sport abzulenken. Die Symptome sind daher oft für das Umfeld kaum sichtbar.

Die Behandlung einer hochfunktionalen Depression erfolgt meist durch eine Kombination aus professioneller psychotherapeutischer Unterstützung, Selbstfürsorge und gegebenenfalls medikamentöser Stabilisierung. Frühzeitige Hilfe ist entscheidend, weil die hochfunktionale Depression oft lange verborgen bleibt und Betroffene unter großem inneren Druck leiden. Es ist wichtig, auch verborgene Formen einer Depression sichtbar zu machen.

Die hochfunktionale Depression unterscheidet sich vor allem durch ihr äußeres Erscheinungsbild von einer klassischen Depression. Während klassische Depressionen häufig durch Antriebslosigkeit, Rückzug, Interessenverlust und deutlich sichtbare Stimmungseinbrüche auffallen, wirken Menschen mit hochfunktionaler Depression nach außen stabil. Sie gehen zur Arbeit, treffen Freund:innen, treiben Sport und scheinen leistungsfähig. Diese Fassade des Funktionierens kann über Jahre aufrechterhalten werden, was die Diagnose und Behandlung erschwert.

Rückfälle lassen sich durch gezielte Strategien reduzieren. Dazu gehören regelmäßige Therapie, eine stabile Tagesstruktur, ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und körperliche Bewegung. Stressbewältigung, Achtsamkeitsübungen oder Entspannungstechniken helfen ebenfalls, die Symptome frühzeitig zu erkennen. Wer Warnsignale wahrnimmt und rechtzeitig reagiert, kann die Intensität einer erneuten Episode oft deutlich abmildern.

Bei einer rezidivierenden Depression kann eine Kombination aus professioneller Unterstützung, Selbstfürsorge und stabilisierenden Routinen helfen. Psychotherapie oder medikamentöse Behandlung können die Symptome kontrollieren.

Eine Depression kann aus verschiedenen Gründen immer wiederkehren. Häufig spielen genetische Veranlagung, neurobiologische Ungleichgewichte im Gehirn sowie belastende Lebenssituationen eine Rolle. Stress, Schlafmangel, Überforderung oder fehlende Unterstützung im Alltag können depressive Episoden zusätzlich begünstigen.

Frühzeitige Unterstützung ist entscheidend. Sie kann aus psychotherapeutischen Gesprächen, gegebenenfalls medikamentöser Behandlung, praktischer Hilfe im Alltag oder dem Austausch in Selbsthilfegruppen bestehen.

Die Ursachen sind meist vielschichtig. Hormonelle Veränderungen nach der Geburt, Schlafmangel, körperliche Erschöpfung und emotionale Überforderung spielen eine Rolle. Auch psychische Vorerkrankungen, fehlende Unterstützung im Alltag oder hohe gesellschaftliche Erwartungen können das Risiko erhöhen.

Eine Wochenbettdepression ist eine depressive Erkrankung, die nach der Geburt auftreten kann. Sie äußert sich durch anhaltende Traurigkeit, innere Leere, Erschöpfung, Schuldgefühle, Angst, Reizbarkeit, Rückzug oder sogar Zwangsgedanken gegenüber dem Baby. Anders als der kurzzeitige „Baby Blues“ dauert sie länger und verschwindet meist nicht von selbst.

Typisch sind starke Erschöpfung, innere Distanz zur Arbeit – man wird zynisch oder taub – und Leistungsabfall. Häufig kommen Schlafprobleme, Reizbarkeit und das Gefühl von Überforderung dazu. Wichtig: Tritt eine anhaltende Niedergeschlagenheit unabhängig vom Job hinzu, sollte eine Depression abgeklärt werden. 

Erschöpfung beschreibt einen Zustand – Burnout ist eine berufsbezogene Form davon und hat die oben genannten Merkmale: Erschöpfung, Zynismus und Leistungsabfall. Bei anhaltender Erschöpfung ohne klare Stressquelle sollte eine Depression oder körperliche Ursache geprüft werden.

Das ist sehr unterschiedlich. Burnout bessert sich mit Entlastung oft in Wochen bis wenigen Monaten. Eine Depression kann – je nach Schwere – mehrere Monate dauern. Eine Frühbehandlung verkürzt die Dauer.

Der Winterblues ist kurz und mild. Eine saisonale Depression hält mindestens zwei Wochen an, bremst den Alltag deutlich und kommt in derselben Jahreszeit immer wieder. Wenn du merkst, dass Arbeit, Familie oder Hobbys leiden, lass es ärztlich oder psychotherapeutisch prüfen.

Ältere Menschen spüren oft körperliche Beschwerden, Schlafprobleme, Gewichtsveränderungen und Rückzug. Das wirkt leicht wie „normales Altern“, ist aber behandelbar. Eine Abklärung lohnt sich – auch im hohen Alter.

Frust und Sorgen sind normal und kommen in Wellen. Eine Depression bleibt über Wochen, dämpft Freude und Antrieb stark und geht oft mit Schuldgefühlen oder Hoffnungslosigkeit einher. Bitte früh Hilfe holen – das schützt dich und dein Kind.

Manche Beschwerden klingen ab, andere bleiben. Wenn Niedergeschlagenheit, Antriebsmangel und Alltagsprobleme über Wochen bestehen, kann zusätzlich eine Depression vorliegen. Dann helfen Beratung, Therapie und – wenn nötig – Medikamente.

Sie werten sich ab, erwarten das Schlimmste und sehen kaum Auswege. Das Denken kreist. Hilfreich sind kleine Schritte: Gedanken aufschreiben, prüfen, Gegenbelege suchen, den nächsten Tag planen. Wenn mehrere Anzeichen länger als zwei Wochen bestehen, sprich mit dem Hausarzt oder der Hausärztin.

Wut kann ein Zeichen tiefer Ohnmacht sein. Viele Männer wehren Angst und Scham ab. Daraus kann Streit entstehen. Manchmal ziehen sich Männer mit Depressionen auch ganz zurück.

Viele ziehen sich zurück, reagieren gereizt und arbeiten noch mehr, um Brüche zu verdecken. Manche greifen häufiger zu Alkohol oder riskieren mehr im Verkehr. Aussen wirkt das hart, innen herrscht Not. Das ist keine Charaktersache, sondern eine Erkrankung, die Hilfe braucht. Je früher die Abklärung erfolgt, desto besser.

Bei Depression schwanken Konzentration und Gedächtnis. Es gibt Tage, an denen es besser klappt. Bei Demenz nimmt die Denkleistung langsam, aber stetig ab. Verlegen von Gegenständen, Verirren auf vertrauten Wegen und Orientierungsprobleme häufen sich.

Ja, einige Mittel können die Stimmung drücken. Dazu zählen zum Beispiel bestimmte Blutdrucksenker, Schlafmittel oder Schmerzmittel. Ärzt:innen prüfen die Liste und passen sie an.

Ja. Gespräche, Aktivierung, Bewegung und – sorgfältig gewählt – Medikamente wirken auch im hohen Alter. Ziele und Dosis werden an den Menschen, die Krankheiten und die Lebenslage angepasst.

Nein. Depressionen bei Eltern belasten, aber Kinder werden nicht automatisch krank. Entscheidend ist, dass du Hilfe annimmst, offen sprichst und Schutzfaktoren stärkst: verlässliche Beziehungen, klare Strukturen, Erfolgserlebnisse.

Erkläre ehrlich, aber altersgerecht. Kinder brauchen keine Details zu Diagnosen oder Medikamenten. Wichtig sind die Kernaussagen: „Ich bin krank. Es heißt Depression. Du bist nicht schuld. Ich bekomme Hilfe.“ So entsteht Sicherheit.

Sprich deine Beobachtungen ruhig an und biete konkrete Unterstützung an. Setze klare Grenzen bei Alkohol, Aggression oder Beschimpfungen. Du darfst Dir selbst Hilfe holen – auch ohne Zustimmung des Partners.

Wenn deine Stimmung fast täglich gedrückt ist, du das Interesse an allem verlierst, stark müde bist, viel grübelst und dein Schlaf- oder Appetit gestört ist, dann wende dich bitte an deine Hausärztin oder deinen Hausarzt. Vor allem, wenn diese Anzeichen bereits über zwei Wochen anhalten.

Vorstufen sind oft eine Kombination aus einem übermässigen Einsatz, dem Verlust der Erholungsfähigkeit (Schlaflosigkeit), Zynismus sowie einem Gefühl der Ineffektivität trotz hohem Aufwand.

Das ist unterschiedlich. Manche erholen sich in Wochen, andere brauchen Monate. Entscheidend sind die Entlastung, die Behandlung, ein guter Schlaf, soziale Unterstützung und mentales Stressmanagement.

Die Dauer ist verschieden. Ohne Hilfe kann sie Monate anhalten. Mit einer Therapie hellt sich die Stimmung oft innerhalb von Wochen auf.

Meistens zwischen dem 3. und 5. Tag nach der Geburt, wenn sich die Hormone stark umstellen.

Der Babyblues startet oft ein paar Tage nach der Geburt und klingt in wenigen Tagen ab. Eine Wochenbettdepression hält an, wird stärker und beeinträchtigt den Alltag. Sie braucht Behandlung.

Behandlung & Therapie

Selbsthilfegruppen findest du über die NAKOS-Datenbank, die Deutsche Depressionsliga, lokale Gesundheitsämter oder Online-Plattformen. Viele Gruppen bieten inzwischen auch digitale Treffen an, um den Einstieg zu erleichtern.

In einer Selbsthilfegruppe für Menschen mit einer Depression treffen sich Betroffene, um sich offen über ihre Erfahrungen, Gefühle und Bewältigungsstrategien auszutauschen. Es geht nicht um Therapie, sondern um gegenseitige Unterstützung, Verständnis und Motivation.

Nein, eine Selbsthilfegruppe für Depressionen ersetzt keine professionelle Behandlung. Sie ergänzt sie jedoch sinnvoll, indem sie emotionale Stabilität, Zugehörigkeit, neue Perspektiven und Tagesstruktur vermittelt.

Bleib in Kontakt mit deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin. Nutze kleine Schritte im Alltag, Bewegung und feste Zeiten. Digitale Gesundheitsanwendungen (dGA) können überbrücken und ergänzen.

Dann wird der Plan gemeinsam mit deinem Arzt, deiner Ärztin oder Therapeut:in angepasst. Es gibt klare Schritte, etwa Wechsel, Kombi oder ergänzende Verfahren. 

Wenn du über die Grundversicherung abgedeckt sein möchtest, brauchst du für die Kostenübernahme einer zugelassenen dGA ein Rezept oder eine Verordnung von deinem Arzt, deiner Ärztin oder Therapeut:in. Nach der Verordnung übernimmt die Krankenkasse bzw. Grundversicherung die Kosten oder du reichst die Verordnung entsprechend ein. Alternativ kannst du eine dGA auch als Selbstzahler:in nutzen oder über eine passende Zusatzversicherung abrechnen.

Beides wirkt. Oft ist die Verbindung beider Wege am stärksten, vor allem bei mittleren bis schweren Beschwerden. Entscheidend sind deine Ziele und was für dich passt. 

Ja. Auch nach vielen Jahren sind stabile Besserungen und oft Beschwerdefreiheit möglich. Entscheidend sind eine passende Gesprächstherapie, der überlegte Einsatz von Antidepressiva und eine lange genug geführte Erhaltungstherapie. Wenn ein Weg nicht hilft, wird systematisch gewechselt oder ergänzt – das erhöht die Chancen.

Sie geben Halt, helfen beim Dranbleiben und erkennen Rückfallzeichen. Kurze, regelmäßige Kontakte sind wertvoller als große Aktionen.

Die Bausteine sind ähnlich. Bei chronischen Verläufen werden Therapien häufiger kombiniert, früher angepasst und länger fortgeführt. Nach der Besserung folgt eine längere Vorbeugung.

Es gibt nicht das stärkste Mittel. Einige Mittel bessern die Stimmung und den Antrieb, andere beruhigen und fördern den Schlaf. Die Wahl wird immer individuell getroffen.

Oft vorne: Sertralin, Citalopram/Escitalopram, Fluoxetin (SSRI) und Venlafaxin (SNRI). Das variiert je nach Land und Jahr.

Die Wirkung von Johanniskraut ist am besten untersucht und belegt. Bitte vorher über mögliche Wechselwirkungen informieren.

Häufig wird in so einem Fall Mirtazapin verschrieben. Es macht müde, kann aber den Appetit steigern.

Dauerhafte Schäden sind sehr selten. Nebenwirkungen, die lange anhalten können – aber nicht für immer –, sind eine Gewichtszunahme, sexuelle Funktionsstörungen wie eine verringerte Libido, eine verzögerte Ejakulation oder Orgasmusprobleme sowie ein erhöhter Blutdruck.

Eine allgemeine „Bestenliste“ gibt es nicht, da die Verträglichkeit sehr individuell ist. In die Entscheidung für ein Medikament fliessen vor allem die gewünschten Wirkungen wie z.B. dämpfend oder aktivierend sowie unerwünschte Nebenwirkungen ein.

Typisch für Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sind Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafveränderungen, Unruhe und teilweise auch sexuelle Funktionsstörungen. Meist bessern sich diese Beschwerden nach den ersten Wochen.

Nein. Für Homöopathie gibt es bei Depressionen keinen belastbaren Nachweis zur Wirksamkeit.

Wenn du ein Mittel gegen Depressionen (ohne Johanniskraut) suchst, dann kommen Safran und Rhodiola in Frage – weitere Informationen zu diesen Pflanzen findest du oben.

Homöopathie ist ungeeignet. Der Begriff Allopathie wird manchmal für die klassische Schulmedizin verwendet. Diese empfiehlt bei Depressionen eine Psychotherapie in Form der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) verbunden mit aktiver Selbsthilfe, bei der zum Beispiel eine Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) wie deprexis helfen kann. Bei mittleren und schweren Depressionen wird häufig ein Antidepressiva ergänzt. Es kann aber alternativ auch ein pflanzliches Mittel eingenommen werden, wenn im individuellen Fall nichts dagegen spricht.

Ja, die meisten Menschen nutzen Lichtboxen zu Hause – direkt nach dem Aufwachen.

Wähle eine flimmerfreie 10.000-Lux-Lichtbox mit UV-Filter mit einer grossen Leuchtfläche und einer sicheren Halterung. Achte auf die Angaben zum Sitzabstand und auf eine Timer-Funktion.

Bei der saisonalen Depression ist die Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen. Bei allen nicht-saisonalen Depressionen ist sie kleiner.

Leben mit Depression

Blicke auf deine letzte Episode zurück. Welche Anzeichen kamen zuerst? Halte sie in einer Liste fest. Bitte zwei Vertrauenspersonen, dich bei Veränderungen darauf anzusprechen.

Ja: Studien belegen eine deutliche Wirkung. Du lernst, Grübelschleifen früh zu stoppen und insgesamt freundlicher mit dir umzugehen.

Das Risiko hängt von mehreren Faktoren ab: Anzahl früherer Episoden, verbleibende Symptome, Stress, Unterstützung und Behandlungstreue. Bei wiederkehrender Depression empfehlen Ärzt:innen eine längerfristige Stabilisierung durch Psychotherapie und bei Bedarf Medikamente.

Ähnliche Symptome wie bei einer Depression können bei einer Schilddrüsenstörung, bei Eisenmangel, einer Schlafapnoe, bei chronischen Schmerzen, bei Nebenwirkungen von Medikamenten oder schweren Belastungen auftreten. Zur Abklärung bedarf es dann immer einem medizinischen Check. Hausärzt:innen machen die Untersuchung, schicken Blut ins Labor oder überweisen an Facharztpraxen.

Gemeint ist meist das „Beck-Depressions-Inventar“ (BDI-II), ein psychologisches Testverfahren, das mit Hilfe von 21 Testaussagen depressive Symptome erfasst. Dieser Fragebogen ist aber kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose. Online-Selbsttests können Orientierung geben, ersetzen jedoch nicht die Bewertung durch Fachleute. Wende dich am besten an deine Hausarztpraxis.

Phasen der Lustlosigkeit oder fehlendes Interesse an Berührungen sind häufige Folgen einer Depression. Tauscht euch dann ehrlich und ohne Druck darüber aus, das entlastet: „Ich habe dich lieb, Nähe darf gerade anders aussehen.“ Plant Zärtlichkeit ohne Ziel, vereinbart ruhige Zeitfenster und reduziert weiteren Stress. Auch eine Paarberatung kann helfen, Missverständnisse abzufangen.

Nein. Es gibt keine Pflicht zur Offenlegung der Diagnose. Sprich über deine Bedürfnisse („klare Prioritäten“, „flexible Pausen“) statt die Diagnose preiszugeben. Dokumentiere die Absprachen immer schriftlich.

Menschen mit Depressionen reagieren oft empfindlich auf bestimmte sprachliche und soziale Trigger. Dazu gehören Bagatellisierung („Ist doch nicht so schlimm“), unnötiger Druck oder schnelle, unpassende Ratschläge. Ein respektvoller Umgang meidet diese Trigger und fragt stattdessen nach den aktuellen Bedürfnissen.

Nutze immer Ich-Sätze und biete deinem Gegenüber immer eine Alternative an, was er oder sie stattdessen tun kann. Zum Beispiel: “Wenn du sagst “Reiss dich zusammen!", verletzt mich das. Bitte frag stattdessen, was mir im Moment hilft.“ So setzt du eine klare Grenze und hältst trotzdem die Verbindung. 

Die Einteilung in Generation X (ca. 1965–1980), Y (ca. 1980–1995) und Z (ca. 1995–2010) folgt grob den gesellschaftlichen Einflüssen auf das Erwachsenwerden in diesen Zeiten. Die Generation X erlebte die Digitalisierung erst sukzessive im Erwachsenenalter. Die Generation Y erlebte den Internet-Aufbruch schon sehr viel intensiver. Und die Generation Z wuchs selbstverständlich digital auf.

Als Faustregel gilt: Wenn du zwischen 1980 und 1995 geboren bist, gehörst du zur Generation Z. Bist du zwischen 1995 bis 2010 geboren, gehörst du zur Generation Z. 

Am häufigsten genannt werden ein Leistungsdruck, eine Zukunftsangst, eine finanzielle Unsicherheit, Einsamkeit und ein schlechter Schlaf.

Selbsthilfe & Strategien

Ein überreiztes Nervensystem zeigt sich oft durch innere Unruhe, Reizbarkeit, Schlafprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten. Viele Betroffene fühlen sich dauerhaft „unter Strom“, können schlecht abschalten und reagieren empfindlich auf Geräusche oder Stress. Auch körperliche Symptome wie Verspannungen, Magenbeschwerden oder Herzklopfen sind häufig. Wenn diese Anzeichen über Wochen anhalten, ist das ein Hinweis darauf, dass der Sympathikus zu aktiv ist und dein Körper zu wenig Erholung bekommt.

Das vegetative Nervensystem lässt sich mit gezielten Techniken regulieren, die den Parasympathikus aktivieren – also jenen Teil, der für Entspannung zuständig ist. Dazu gehören regelmäßige Atemübungen, sanfte Bewegung, Achtsamkeit und ausreichender Schlaf. Auch soziale Nähe, Naturerlebnisse und Selbstfürsorge wirken ausgleichend. Wenn du dein Nervensystem beruhigen möchtest, sind kleine, aber regelmäßige Schritte entscheidend. So lernt dein Körper langfristig, schneller zur Ruhe zu finden.

Wenn du das Gefühl hast, dauerhaft angespannt oder erschöpft zu sein, kann professionelle Unterstützung helfen. Therapeutische Ansätze – etwa kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeitstraining oder digitale Programme wie deprexis – können dich dabei unterstützen, Stressreaktionen zu verstehen und dein Nervensystem zu regulieren. Auch der Aufbau gesunder Routinen, regelmäßige Pausen und bewusste Entschleunigung sind wichtige Bausteine, um überreizte Nerven zu beruhigen.

Bewegung kann die psychische Gesundheit stärken, weil sie Glückshormone freisetzt, Stress reduziert, den Schlaf verbessert, das Selbstwertgefühl stärkt und mehr Struktur in den Alltag bringen kann. Ausserdem können gemeinsame Aktivitäten soziale Kontakte fördern.

Am besten beginnt man mit kleinen Schritten, zum Beispiel 5–10 Minuten Bewegung am Tag. Hilfreich sind ausserdem feste Routinen, Verabredungen mit anderen, das bewusste Wahrnehmen kleiner Erfolge und eine Bewegungsform, die Freude macht und nicht überfordert.

Es gibt nicht die eine beste Sportart. Wichtig ist, dass die Bewegung gut tut, machbar ist und Spass macht. Besonders geeignet sind oft Spazierengehen, Yoga, Stretching, Tanzen, Radfahren, Schwimmen oder auch kleine Alltagsbewegungen wie Treppensteigen oder kurze Wege zu Fuss.

An depressiven Tagen, an denen jede Handlung grosse Überwindung kostet, solltest du deinen Plan radikal auf drei kleine Schritte verkürzen: Aufstehen, Waschen, für 10 Minuten Licht sorgen und dann 10 Minuten nach draussen gehen. Danach solltest du ein kleines Essen zu dir nehmen und den Kontakt zu einer Freundin, einem Freund oder Familienmitglied suchen. Jeder Schritt zählt. Das A und O ist, die Latte extrem niedrig zu setzen. 

Die Sicherheit geht immer vor: Bei akuter Gefahr für dich oder andere steht der Notruf unter 144 (oder 112) immer zur Verfügung. Darüber hinaus bietet Die Dargebotene Hand kostenfrei und anonym Hilfe rund um die Uhr an. Du erreichst sie unter der Nummer 143. Eine Beratung ist dort auch online möglich. Lokale Krisendienste und weitere Beratungsstellen, die dir rasch zur Seite stehen können, findest du zum Beispiel über Pro Mente Sana.

Wähle Ablenkungen, die dich nicht überfordern. Geeignet sind beispielsweise eine warme Dusche, das Hören von Musik oder einem beruhigenden Podcast, eine leichte Haushaltstätigkeit oder das Verweilen im Garten oder auf dem Balkon. Es ist wichtig, Überreizung zu vermeiden.

Viele Menschen erleben auch bei Ängsten Entlastung durch eine kreative Tätigkeit.

Das kann passieren. Lege das Bild sofort beiseite. Beende den Prozess bewusst und tue etwas, das dir guttut.

Das ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) gelten insgesamt als gut verträglich, verursachen aber häufiger sexuelle Störungen. NaSSA (Noradrenerge und spezifisch-serotonerge Antidepressiva) fördern den Schlaf, können aber zu Gewichtszunahme führen. SNRI (Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer) sind wirksam, können aber den Blutdruck leicht steigern. Sprich über deine Prioritäten und probiere ein geeignetes Mittel in Ruhe aus.

Kein frei verkäufliches Mittel kann eine schwere oder mittelschwere Depression zuverlässig lindern. Johanniskraut kann bei leichten depressiven Episoden helfen, hat aber ein hohes Risiko für Wechselwirkungen, zum Beispiel mit der Antibabypille oder Blutverdünnern. Schlafmittel aus der Apotheke sind höchstens als kurzfristige Überbrückung gedacht.

Gefährlich sind vor allem Kombinationen, die den Serotoninspiegel zu stark erhöhen, etwa einige Medikamente gegen Migräne oder die gleichzeitige Einnahme mehrerer Antidepressiva. Auch die Kombination von Ibuprofen mit SSRI erhöht das Blutungsrisiko im Magen-Darm-Trakt. Frage bei jedem neuen Rezept oder auch bei rezeptfreien Mitteln immer beim Arzt oder in der Apotheke nach möglichen Wechselwirkungen.

Achtsamkeitübungen ersetzen keine Psychotherapie, die zur Behandlung einer Depression zentral ist. Sie können jedoch nachweislich Rückfälle bei einer wiederkehrenden Depression reduzieren und eignen sich als Ergänzung.

Morgens ist der Body-Scan im Bett oder das Zählen von zehn Ausatmungen eine gute Routine. Am Arbeitsplatz helfen Mini-Body-Scans im Sitzen, das Sinkenlassen der Schultern und der 3-Minuten-Atemraum – alle Anleitungen siehe oben.

Für den Alltag eignen sich der Atem-Anker, die 5-Sinne-Übung und der 3-Minuten-Atemraum. Diese Achtsamkeitsübungen brauchen kein Zubehör und passen in Minipausen – egal ob unterwegs, im Büro oder zu Hause.

Ja, Atemübungen helfen nachweislich, aber nur, wenn sie richtig dosiert sind. Untersuchungen zeigen, dass kurze Sessions von unter fünf Minuten oft zu wenig sind, um das Nervensystem nachhaltig zu beruhigen. Um die besten Effekte zu erzielen, ist es ratsam, über Wochen hinweg mehrere Sitzungen von mindestens fünf Minuten Dauer in deinen Alltag einzubauen.

Die gute Nachricht: Viele Menschen spüren bereits nach zwei bis vier Wochen täglicher, kurzer Übungseinheiten erste positive Effekte. Das äussert sich in einer besseren Selbstwahrnehmung, einem stärkeren Gefühl der Handlungsfähigkeit und oft auch einem ruhigeren Schlaf. Die wissenschaftlichen Analysen belegen zwar nur kleine bis mittlere Effekte, aber es ist die Regelmässigkeit des Übens, die letztendlich den Unterschied macht.

Nein, das ist ein Missverständnis. Achtsamkeit ist ein extrem wichtiges Werkzeug in deinem Resilienz-Training, weil es dir hilft, den Moment zu erkennen und dich zu beruhigen. Resilienz hingegen ist der übergeordnete Prozess der erfolgreichen Anpassung und Erholung nach einer Belastung und die Widerstandskraft selbst. Achtsamkeit ist also ein starker Teil von Resilienz, aber nicht das Ganze.

Nein, in der Regel nicht. Ein Therapiehund ist ein geprüfter Arbeitshund, der im Team mit einer ausgebildeten Fachkraft (z. B. Therapeut:in, Pädagog:in) in Kliniken oder Praxen eingesetzt wird. Für den privaten Alltag schaffst du dir einen normalen Hund an. Dieser wird zwar nicht offiziell als Therapiehund anerkannt, kann dir aber durch seine Anwesenheit enorm helfen.

Nein, die Krankenkasse übernimmt die Kosten für einen privaten Begleithund zur emotionalen Unterstützung nicht.

Dein privater Begleithund braucht keine Zertifizierung. Er braucht aber zwingend eine Grundausbildung in einer Hundeschule. Dort lernt ihr beide, wie ihr sicher und souverän im Alltag agiert und wie der Hund zur Ruhe kommt. Seine Gehorsamkeit ist essenziell, damit der Hund dich im Alltag entlastet und nicht zusätzlich stresst.