Mit 16 randomisiert-kontrollierten Studien zählt deprexis zu den am umfassendsten untersuchten digitalen Therapien im Bereich Depression.
deprexis Studien: Die wichtige Zahlen auf einen Blick
Die Evidenz von deprexis ist somit nicht nur quantitativ aufgrund der Vielzahl der Studien, sondern auch methodisch belastbar (hoher Anteil RCTs, große Stichproben, Meta-Analysen).
Zudem wurden verschiedene Behandlungssettings einbezogen – sowohl die alleinstehende Anwendung als auch die Kombination mit einer ambulanten oder stationären Therapie.2,3
1 Twomey, C., O’Reilly, G., Byrne, M., Bury, M., White, A., Kissane, S., & McMahon, A. (2020). Effectiveness of a tailored, integrative Internet intervention (deprexis) for depression: Updated meta-analysis. PLOS ONE, 15(1), e0228100.
2 Meyer, B, Bierbrodt, J, et al. Effects of an Internet Intervention (Deprexis) on Severe Depression Symptoms: Randomized Controlled Trial. Internet Interventions. 2015; 2(1):48–59. https://doi.org/10.1016/j.invent.2014.12.003
3 Berger T, Krieger T, Sude K, Meyer B, Maercker A. Evaluating an e-mental health program („deprexis“) as adjunctive treatment tool in psychotherapy for depression: Results of a pragmatic randomized controlled trial. J Affect Disord. 2018;227:455‐462.
Regelversorgungssicherheit durch dauerhafte Zulassung
deprexis ist über die MiGeL-Position 40.01.01.00.1 gelistet.
Für Sie als Verordner:in schafft dies Regelversorgungssicherheit: ein klar definierter, erstattungsfähiger Versorgungsweg durch Verordnung auf Rezept – mit transparenten Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Evidenz.
deprexis kann – abhängig von den Gegebenheiten in Ihrer Praxis – als Papierrezept oder als E-Rezept ausgestellt werden. Informationen zu Verordnungsweg und Abrechnung finden Sie auf der Seite deprexis verordnen.
Sie haben noch Fragen?
Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu deprexis Studien.
Ja. Wir bieten regelmäßig kostenfreie, CME-zertifizierte Online-Fortbildungen an – mit erfahrenen Referent:innen aus Medizin und Psychotherapie. Gezielte Fachveranstaltungen zu Depressionen und dem Einsatz von deprexis ergänzen dieses Angebot regelmäßig.
Termine und Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Fortbildungskalender.
Sie wünschen eine persönliche Führung durch deprexis? Fragen Sie einfach eine Produkt-Demo an.
In der wissenschaftlichen Fachliteratur wird deprexis als breit untersuchte digitale KVT eingeordnet.
Diese aktuelle Übersichtsarbeit beschreibt deprexis als Anwendung „mit der breitesten Studienlage“. Die aktuelle Meta-Analyse bestätigt die Wirksamkeit von deprexis anhand einer Analyse von 12 RCT (n = 2901) zu deprexis.
Eine unabhängige Begutachtung (Projekt „Trusted Health Apps“) hebt außerdem die sehr gute wissenschaftliche Evaluierung von deprexis hervor und bewertet Wirkweise/Funktionen als geeignet, um die Zielsetzungen zu erreichen.
Eine kuratierte Übersicht zu Forschungsprojekten und Publikationen finden Sie auf der GAIA-Website im Bereich Forschung. Dort werden zentrale Studien (z. B. EVIDENT) und Kooperationspartner beschrieben und regelmäßig ergänzt.
deprexis wurde u. a. in Kooperation mit renommierten Universitäten und Kliniken untersucht – darunter die Universität zu Lübeck / UKSH, das UKE, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Universität Bern, die Universität Bielefeld, die Universität Trier und die Universität Tübingen.
³ 1 Meyer, B, Bierbrodt, J, et al. Effects of an Internet Intervention (Deprexis) on Severe Depression Symptoms: Randomized Controlled Trial. Internet Interventions. 2015; 2(1):48–59. https://doi.org/10.1016/j.invent.2014.12.003
⁴ 2 Berger T, Krieger T, Sude K, Meyer B, Maercker A. Evaluating an e-mental health program („deprexis“) as adjunctive treatment tool in psychotherapy for depression: Results of a pragmatic randomized controlled trial. J Affect Disord. 2018;227:455‐462.
An der Durchführung internationaler Studien beteiligten sich renommierte US-Partner, beispielsweise die University of Texas at Austin.
Weltweit haben bereits über 275.000 Betroffene deprexis genutzt.
deprexis gibt es seit 2007. Das Programm wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und kommt seit über 15 Jahren als digitale Therapie bei Depressionen zum Einsatz.
deprexis ist aktuell in 10 verschiedenen Sprachen verfügbar, um auch Patient:innen mit unterschiedlichen Sprachhintergründen zu erreichen:
- Englisch
- Deutsch
- Schwedisch
- Griechisch
- Spanisch
- Italienisch
- Französisch
- Portugiesisch (Brasilien)
- Portugiesisch (Portugal)
- Traditionelles Chinesisch (Taiwan)
deprexis ist ab 18 Jahren geeignet. Dadurch wird sichergestellt, dass die Inhalte und Übungen zur jeweiligen Lebenssituation passen und sicher sowie sinnvoll angewendet werden können.
deprexis ist ein seit über 15 Jahren erprobtes Therapieprogramm. Die Wirksamkeit wurde in insgesamt 16 klinischen Studien nachgewiesen, womit deprexis zu den am besten und umfangreichsten untersuchten digitalen Therapien weltweit zählt.
Entwickelt wurde deprexis von der GAIA AG. Hinter dem Programm steht ein erfahrenes interdisziplinäres Team aus Ärzt:innen, Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, das die Inhalte in Zusammenarbeit mit Betroffenen konzipiert hat. Darüber hinaus wurde deprexis im Rahmen eines Review-Prozesses unter anderem von international renommierten Fachleuten mitbegutachtet.
deprexis ist so aufgebaut, dass Patient:innen selbstständig und intuitiv durch die Inhalte geführt werden. Bei technischen Fragen unterstützt der Hersteller-Support. Auf Behandlerseite reicht meist eine kurze Erwartungsklärung.
deprexis ist darauf ausgelegt, Selbstwirksamkeit zu stärken: Patient:innen bearbeiten KVT-basierte Inhalte in ihrem eigenen Tempo, üben alltagsnahe Strategien und erhalten strukturierte Rückmeldungen, wodurch Fortschritte erlebbar werden.
Grundsätzlich wird empfohlen, das Programm ein- bis zweimal wöchentlich für etwa eine halbe bis eine Stunde zu nutzen.
deprexis arbeitet mit einem dialogbasierten Aufbau und passt Inhalte über Auswahlpfade und Rückmeldungen an Beschwerden, Ziele und Fortschritt der Patient:innen an. Nutzer:innen können Schwerpunkte setzen und in ihrem individuellen Tempo arbeiten, was die Behandlung alltagsnah und personalisiert macht.
Ja, wenn deprexis zusätzlich zu einer klassischen Psychotherapie genutzt wird, kann sich die Behandlung deutlich verbessern.
Studien zeigen: Menschen, die deprexis begleitend zur Therapie verwendet haben, hatten mehr als doppelt so starke Verbesserungen ihrer depressiven Beschwerden wie Personen, die eine klassische Psychotherapie ohne deprexis hatten.
Berger T, Krieger T, Sude K, Meyer B, Maercker A. Evaluating an e-mental health program („deprexis“) as adjunctive treatment tool in psychotherapy for depression: Results of a pragmatic randomized controlled trial. J Affect Disord. 2018;227:455‐462.
deprexis ist nicht für bestimmte schwere psychische Erkrankungen geeignet. Dazu gehören zum Beispiel Schizophrenie, schizoaffektive Störungen oder akute psychotische Episoden.
Auch bei bipolaren Erkrankungen (mit starken Wechseln zwischen depressiven und manischen Phasen) sowie bei akuten suizidalen Krisen oder anderen schweren Stimmungssymptomen sollte deprexis nicht eingesetzt werden.
deprexis ist als dGA in der MiGeL gelistet und als Medizinprodukt der Risikoklasse I (nach EU-MDR) eingestuft.
Hier erfahren Sie mehr zu den Kontraindikationen.
Wie bei Depressionsbehandlungen insgesamt gilt: Bei suizidalem Risiko/akuter Krise ist eine unmittelbare ärztliche bzw. psychotherapeutische Versorgung erforderlich.
deprexis ist ein umfassendes, interaktives Therapieprogramm, das eine Vielzahl von Übungen und Inhalten für Betroffene mit Depression bietet. Hier ist eine Übersicht für dich:
- Verhaltensaktivierung
- Erläuterung des Zusammenhangs zwischen aufbauenden und verstärkenden Aktivitäten und Depression.
- Vorstellung des Konzepts der psychologischen Grundbedürfnisse (z. B. Kompetenz, Autonomie, soziale Eingebundenheit).
- Kognitive Umstrukturierung
- Erläuterung zum Umgang mit depressionsfördernden automatischen Gedanken und kognitiven Verzerrungen (z. B. Katastrophisieren, emotionale Beweisführung).
- Erläuterung zum Umgang mit depressionsfördernden automatischen Gedanken und kognitiven Verzerrungen (z. B. Katastrophisieren, emotionale Beweisführung).
- Entspannung, körperliche Aktivität und Lebensstiländerungen
- Vorstellung verschiedener Entspannungstechniken zum Umgang mit Stress (z. B. Atemübungen, meditative Visualisierungsübungen, progressive Muskelentspannung).
- Bedeutung von Lebensstiländerungen (z. B. gesunde Ernährung, körperliche Aktivität) für das psychische Wohlbefinden.
- Akzeptanz und Achtsamkeit
- Erläuterung der Schwierigkeiten, unerwünschte Gedanken und Gefühle kontrollieren oder unterdrücken zu wollen.
- Vorstellung der Möglichkeit, derartige Gedanken und Gefühle zu akzeptieren und mit ihnen umgehen zu lernen.
- Problemlösung
- Erläuterung, wie man mit Problemen strukturiert umgehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen kann.
- Erläuterung, wie man mit Problemen strukturiert umgehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen kann.
- Erfahrungen aus der Kindheit
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung des Zusammenhangs früher Lernerfahrungen mit dem späteren Auftreten einer Depression.
- Erläuterung zum Umgang mit früheren problematischen Erfahrungen in der Kindheit.
- Zwischenmenschliche Fähigkeiten
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Erläuterung des Zusammenhangs zwischen dem eigenen Verhalten gegenüber anderen Menschen und der Depression.
- Vorstellung, wie man positiv mit anderen Menschen kommunizieren kann und welche Auswirkungen dies auf die Stimmung haben kann.
- Positive Psychologie
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Erläuterung der Kernelemente positiver Psychologie (z. B. Ressourcenaktivierung).
- Fokussierung auf persönliche Stärken und Talente.
- Traumarbeit (optional)
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung vom Umgang mit Träumen als Ansatz für Problemlösungen im Alltag.
- Verhaltenstherapeutisch orientierte Vorstellung vom Umgang mit Träumen als Ansatz für Problemlösungen im Alltag.
- Zusammenfassung der wichtigsten Schlüsselprinzipien und Techniken
- Zusammenfassung der wichtigsten Prinzipien und Techniken aus den vorherigen Punkten.
Am einfachsten ist eine kurze Einordnung in Alltagssprache, z. B.: „deprexis ist ein ärztlich verordnetes Online-Programm bei Depressionen, das von der OKP anteilig erstattet wird. Sie bekommen konkrete Übungen und Gesprächsthemen an die Hand, die Sie im Alltag umsetzen – und Sie können sofort starten.“
deprexis ist grundsätzlich niedrigschwellig nutzbar, weil Inhalte flexibel im eigenen Tempo bearbeitet werden können und keine zusätzlichen Termine erforderlich sind.
Gleichzeitig können Vorerkrankungen wie starke kognitive Einschränkungen, ausgeprägte Antriebsstörungen oder eingeschränkte Medien-/Lesekompetenz die Nutzung erschweren. In diesen Fällen ist eine kurze Einschätzung der individuellen Eignung und ggf. zusätzliche Unterstützung hilfreich.
Eine Verordnung gilt für 90 Tage. Möchtest du deprexis darüber hinaus nutzen, ist dies auf Selbsterwerb möglich. Ein rechtzeitiges Handeln ist hier wichtig: Vor Ablauf der ersten 90 Tage solltest du dich mit uns über die E-Mail Adresse dga-ch@gaia-group.com in Verbindung setzen – die Daten werden sonst unwiderruflich gelöscht. Mit einer rechtzeitigen Nachfrage für eine längere Nutzung wird ein nahtloser Übergang ermöglicht, die bisherigen Fortschritte werden gefestigt und die bisherigen Daten bleiben gesichert.
deprexis erfüllt verbindliche regulatorische Anforderungen an Sicherheit, Funktionstauglichkeit, Qualität und Datenschutz, während technische Umsetzung und Betrieb in der Verantwortung des Herstellers liegen.
Ihre Verantwortung als Verordner:in liegt alleinig in der medizinisch-therapeutische Einordnung: Indikation prüfen, Kontraindikationen berücksichtigen und dokumentieren – sowie sicherstellen, dass die Anwendung passend ist und Patient:innen wissen, was bei Verschlechterung/akuter Krise zu tun ist.
Die Verordnung gilt ab Erstregistrierung für 90 Kalendertage. Das ist der Standardzeitraum, in dem Patient:innen mit dem Freischaltcode starten und deprexis nutzen können.
Wenn Patient:innen über diesen Zeitraum hinaus deprexis nutzen möchten, ist dies über den Selbsterwerb möglich. Um eine lückenlose Fortführung der Therapie zu gewährleisten, empfiehlt sich der frühzeitige Erwerb eines weiteren Zugangscodes. So bleiben alle Fortschritte und Daten über den ersten 90-Tage-Zeitraum hinaus sicher erhalten.
In der Regel nein: deprexis ist niedrigschwellig angelegt, funktioniert mit geringen technischen Voraussetzungen und ist für Patient:innen intuitiv nutzbar – erfahrungsgemäß kommen sowohl jüngere als auch ältere Patient:innen gut mit dem Programm zurecht.
Wenn Rückfragen auftreten, betreffen sie meist den Zugangsweg oder den Freischaltcode. In diesem Fall können sich die Patient:innen an den technischen Support von deprexis wenden.
Nein. deprexis vermittelt Patient:innen nicht an Psychotherapeut:innen oder Ärzt:innen.
Wird zusätzliche Unterstützung benötigt, kann direkt eine Arzt- oder psychotherapeutische Praxis kontaktiert werden.
deprexis kann von Fachärzt:innen für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachärzt:innen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie oder Ärzt:innen mit der Zusatzqualifikation SAPPM verordnet werden.